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Fuat Kilic: „Die Neuzugänge waren schnell integriert“

Nach dem 1:0-Sieg in Siegen

Alemannia Aachen gewinnt zum Auftakt gegen die Sportfreunde Siegen. Trainer Fuat Kilic zeigt sich zufrieden – stellt aber auch Schwächen heraus.

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Von Tim Habicht

Es ist zur schönen Gewohnheit geworden, dass Alemannia Aachen seine Auftaktspiele in der Regionalliga West für sich entscheidet. Zum vierten Mal in Folge gewannen die Schwarz-Gelben am Samstag das erste Spiel der Saison. Drei Punkte zu Beginn einer Spielzeit, in der vieles besser werden soll als in der abgelaufenen Saison, dürften die Spieler und den Trainer beruhigen.

Vor allem, wenn man auf die Statistik des Spiels schaut. Ein Spiel, das Aachen dominiert hat – und es verpasste, den Deckel frühzeitig drauf zu machen. „Es war ein guter Auftritt meiner Mannschaft. Wir waren dem Gegner überlegen und haben viele Torchancen herausgespielt“, resümierte Fuat Kilic im Gespräch mit Ueberdachte nach dem Schlusspfiff. Allerdings weiß auch Kilic, dass seine Spieler zu viele Torchancen haben liegen lassen.

„Ich bin zufrieden damit, dass wir uns sehr viele Torchancen erspielt haben. Wir müssen das Spiel aber noch klarer gestalten und unsere Möglichkeiten besser nutzen“, so Kilic weiter. Dreimal traf die Alemannia Aluminium, 15 Eckbälle holte Aachen heraus. Gefahr durch Standards entstand allerdings nicht. Mit Kalibern wie Jannik Löhden und Jerome Propheter im Zentrum durchaus verwunderlich.

Daran muss und wird zweifelsfrei gearbeitet werden. Stark war allerdings, dass Aachen auch nach der Führung weiter gespielt hat und aggressiv aufgetreten ist. „Warum sollten wir uns auch verbarrikadieren nach dem 1:0? Wir haben weiter nach vorne gespielt und wussten, dass wir nachlegen können“, kommentierte Kilic die Spielweise.

Seine Handschrift war durchaus erkennbar. Die Alemannia wirkte bissig und nahm den Kampf an, so wie es bereits Neuzugang Tobias Haitz im Ueberdachte-Interview ankündigte. Ein Neuzugang fiel dabei besonders auf: Mergim Fejzullahu. Schon in der Vorbereitung glänzte der 22-Jährige durch eine beachtliche Torquote. In seinem ersten Pflichtspiel für die Alemannia bestätigte er den guten Eindruck und traf zum Sieg.

„Wir wussten, dass Mergim große Torgefahr ausstrahlt. Sein Einstand war wirklich gut. Aber insgesamt sind die Neuzugänge alle sehr schnell integriert worden“, sagt Kilic. Freude hatte Kilic auch an seiner Ersatzbank. Alle hätten durchaus auch in der Startelf agieren können. Es scheint, als hätte Alemannias Kader zwar nicht mehr Breite, dafür aber deutlich mehr Tiefe erhalten.

Nun wolle das Team im Heimspiel gegen die SG Wattenscheid nachlegen. „Ich wünsche mir viele Fans und eine gute Unterstützung auf dem Tivoli am Samstag. Wir haben den ersten Schritt gemacht und müssen jetzt nachlegen“, sagt Kilic und fügt hinzu: „Mir ist dabei vor allem das Auftreten meiner Mannschaft wichtig. Ich will Leidenschaft und Engagement sehen. Der Rest kommt von ganz alleine.“ \

LINK: Führungspersönlichkeiten sind gefragt – nicht nur Geld

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2 Kommentare zu Fuat Kilic: „Die Neuzugänge waren schnell integriert“

  1. Franz Wirtz // 8. August 2016 um 20:02 // Antwort

    Zeit der Besinnung …
    Zugegeben, für den 1.Advent wären wir kalendarisch deutlich zu früh‘, aber angesichts der Reaktionen in den Fan-Foren nach dem ersten Heimspiel der Alemannia, wäre Besinnung durchaus angesagt. Die Saison-Vorbereitung schien gut zu laufen und angesichts so manch optimistischer Pressemitteilung und dem erfolgreichen Verlauf beim „Happybet Cup“ wuchsen die Erwartungen der Fans. Spätestens mit dem ersten Auswärtssieg beim Saisonstart in Siegen war scheinbar allen klar, dass es beim ersten Heimspiel nur „genauso“ weitergehen konnte. Trotz ungünstiger Begleitumstände der öffentlich diskutierten Finanzsituation der Fußball-GmbH verbreitete sich eine zunehmend positive Grundstimmung.

    Zeit der Orientierung
    Entsprechend herb fiel jetzt die Ernüchterung bei der Heimniederlage gegen Wattenscheid aus und prompt sind sie wieder zur Stelle, die „Ich-hab‘-die-Schnauze-voll“-Rufer. Diejenigen ihrer Anhänger, die sich für eine selbstbestimmte Lösung aus eigenen Kräften und gegen einen Investoren-Einstieg aussprechen, sollten sich von derart „aue Knaatschköpp en Knotterbülle“ nicht beeindrucken lassen. Wer sich bereits am 2.Spieltag und bei der ersten Niederlage derart äußert, ist schlichtweg kein Fan, er hält sich lediglich dafür. Der Umstand, dass ein solches „Missverständnis“ angeblich bereits seit 40 Jahren besteht, ändert nichts an der Tatsache an sich.

    Zeit der Bekenntnis
    Fans, die sich nur im Erfolgsfall als Fans zu erkennen geben, braucht „keine Sau“. Selbstverständlich wünschen sich alle den sportlichen Erfolg, allerdings nicht um jeden Preis. Wer die Identität seines Klubs nur der Kohle wegen verhökert, sollte besser gleich für immer zu Hause bleiben oder einfach dahin gehen, wo seine höheren Ansprüche erfüllt werden. Schaut man in die verschiedenen Fan-Foren findet man sie haufenweise, die „ach so klugen“ Fußball- und finanztechnisch top-informieren Experten: Sie alle wissen, ohne Investor geht es nicht, ohne ist „Romantik pur“.

    Es war von Anfang an vorhersehbar, die willkürlich herbeigeführte Diskussion vom gescheiterten „Versager-Team-2018“ hat die Mitgliedschaft des Traditionsvereins gespalten und ist bereits der erste, durchaus ernst zu nehmende, weil bleibende Schaden, der hierdurch verursacht wurde. Die unterschiedlichen Meinungen stehen sich konträr gegenüber und sind nicht gegenseitig vermittelbar.

    Was wäre wenn?
    Wäre das Team-2018 zu überhaupt etwas fähig, wäre jetzt seine dringlichste Aufgabe neben einem seriösen Saisonverlauf auch die Vorraussetzungen dafür zu schaffen, dass zumindest die wahren unerschütterlichen Fans den langen und beschwerlichen Weg auf Dauer mitgehen. Wer den sportlichen Aufstieg bereits in dieser Saison erwartet, hat ohnehin „nicht mehr alle Tassen im Schrank“, stattdessen muss jeder weitere mögliche Schritt zur Stabilisierung der Truppe und für einen erfolgreichen Wiederaufbau des gesamten Vereins und insbesondere seiner Außendarstellung ermöglicht werden.

    Zuerst die Karre vor die Wand fahren und dann von „Romantik“ schwadronieren
    Die Aussage von Wolfgang Hammer anlässlich der letzten ordentlichen Jahreshauptversammlung, dass nicht mal 100.000 Euro von Aachener Bürgern und Unternehmen für die Alemannia zu erwarten wären und deshalb die Lösung nur ein Investoren-Modell sein könne, – „Alles andere ist Romantik“, – zeigt die wirklich wichtigen Baustellen der nächsten Jahre auf. Als „romantisch“ oder besser „verschlafen“ könnte man wohl stattdessen das Verhalten der Alemannia-Mitglieder im Nachhinein einordnen, die ein solches Team bei der letzten JHV gewählt haben.

    Ihr bestes Argument ist die eigene Unfähigkeit
    Herr Hammer hätte sich einer präziseren Formulierung bedienen sollen und darauf hinweisen können, dass ausdrücklich das zur Zeit agierende Team sich außerstande sieht, nennenswerte Beträge einzuholen. Ein katastrophales Armutszeugnis für eine Truppe, die sich in erpresserischer Manier – „alle oder keiner“ – nach vorne gedrängt hat und sich nach ihrem kläglichen Scheitern jetzt einfach davon stehlen will und als letzte „Großtat“ ausgerechnet noch die Seele des Klubs verhökern möchte.

    Damals, – vor zwei Jahren, war alles noch ganz anders
    Erst vor zwei Jahren waren sie noch felsenfest davon überzeugt, dass ausgerechnet nur sie, – „die beste Mannschaft“, – das Schiff Alemannia wieder auf Kurs bringen könnte. Erstaunlicherweise nach nur zwei Jahren „erfolgreichen Schaffens“ ist genau diese Truppe wiederum felsenfest davon überzeugt, dass heute absolut niemand mehr in der Lage ist, die Alemannia vor dem Untergang zu retten. – Niemand außer genau diesem einen Investor, – den sie selbst noch nicht namentlich zu benennen vermögen und den sie auch noch nicht einmal kennen.

    Hinten und vorne nichts
    Eine atemberaubende Folge von beispielloser Selbstüberschätzung, völligem Versagen und einer entsprechenden „logischen“ Flucht nach vorne. Getreu dem Motto: „Nach uns die Sintflut“ oder in Fußballersprache: „Hinten steht die Null und vorne hilft der liebe Gott.“

    PS:
    Ein schlechtes Beispiel und eine gute Anmerkung:

    leverkuseneralemanne (Vielschreiber im Fan-Forum Alemannia-Brett)
    Zitat von hemingway: „Billigtruppe auf Landesliganiveau, mehr kann ich zu diesem Spiel kaum noch sagen vor Enttäuschung. Einzige Taktik waren hohe Bälle auf Gödde, der dann ablegen soll. Nur kann der das leider nicht. Ansonsten pure Ratlosigkeit und null Ideen, kaum Einsatz bis auf die letzten Minuten. Alemannia lebt nicht mehr, wir zucken nur noch.“

    So zurück in Leverkusen von diesem Spiel, bei dem ich in guter Hoffnung zwei Leverkusener, die mit der Alemannia mal gar nix am Hut haben, angeschleppt habe (soviel zum Versuch, die Zuschauerzahl zu pimpen und dem „Verein“ zu helfen).

    Mein Fazit:

    „ICH HAB DIE SCHNAUZE VOLL!!!“

    Ich gehöre noch der 2.Liga-Generation an, und zwar nicht der nach dem Werner Fuchs-Aufstieg sondern der der 70er und 80er Jahre.

    Wieviele Jahre mußte ich jetzt schon leiden (wenn ich z.B. an die unzähligen blöden Sprüche im Kollegenkreis in Leverkusen – in LEVERKUSEN!!! – denke) und hatte dennoch immer noch, wider jeder Vernunft und Erfahrung, Hoffnung.

    Und den selbstverliebten, egozentrischen und egoistischen Id…oten hier, die glauben, einen Investoren-Einstieg torpedieren zu müssen, weil sie die Zeichen der Zeit ignorieren und mit völliger Naivität nicht erkennen, dass sich die Uhr (leider) nicht mehr zurückdrehen läßt, sei gesagt:

    Wenn es hier keine Mehrheit für den Investoren-Einstieg gibt, habt ihr den Fußball in Aachen, meiner Heimat, beerdigt.

    Wenn ihr unbedingt Amateurfußball in der Kreisliga sehen wollt, geht nach Eilendorf oder Breinig oder so.

    Natürlich kann auch ein Investoren-Einstieg in die Hose gehen, aber absolut tot ist die Alemannia jetzt auch schon.

    Wer tatsächlich glaubt, eine Reinkarnation von Werner Fuchs würde vom Himmel fallen, dem Verein Fußballsachverstand einhauchen und die Alemannia ohne nennenswerte finanzielle Mittel wieder in den Profifußball führen, der kann gerne seinen Job kündigen und auf den Lottogewinn zur Lebenssicherung hoffen.

    Mir ist (inzwischen) vielleicht sogar egal, wie das Fußballgebilde dann in Aachen heißt, aber ich bin jetzt über 50 und möchte gerne noch mal 2. Liga in Aachen sehen.

    Vür sönd Alemannia!

    PPS:

    Rot-Weiss gegen Alemannia – der verblasste Klassiker

    http://www.derwesten.de/sport/fussball/rwe/rot-weiss-gegen-alemannia-der-verblasste-klassiker-id11738667.html

    von Ente | #1
    Die neuen Klassiker lauten:

    Aspirin gegen Volkswagen

    Audi gegen Red Bull

    Hoppenheim gegen Gazprom

    „Doof“ gegen „Dämlich“

  2. Franz Wirtz // 31. Juli 2016 um 15:30 // Antwort

    Geht doch …

    Na also, – klar kommen noch ganz andere Gegner, aber der erste Sieg, zudem auswärts, wurde eingefahren. Bei 15:0 Ecken und nur einem Tor wissen gleichzeitig alle Beteiligten, dass und wo noch Handlungsbedarf besteht. Wo die Saison am Ende für den Traditionsverein enden wird, weis hingegen noch niemand. Ist ja auch, anders als viele behaupten, nicht unbedingt die wichtigste Frage. Diese Mannschaft und mit ihr der gesamte Verein, muss sich zunächst (wieder) einmal neu finden. Der Mannschaft und ihrem Trainer darf man eine positive Entwicklung ohne weiteres zutrauen und selbstverständlich auch wünschen.

    Anders sieht es hingegen an der Führungsspitze aus. Die „Perspektivlosen,“ ehemals als Team-2018 gestartet, haben „die Flinte bereits ins Korn geschmissen,“ von daher würde ich angesichts noch zu erwartender Schwierigkeiten nicht bessere Gegner als die größte Gefahr für den Klub erahnen, sondern diese „Gurkentruppe“ der momentan Agierenden. Die Vereinsmitglieder nutzen hoffentlich alsbald die Gelegenheit, um das blödsinnige Gerede von einem Heilsbringer zu beenden und somit die Grundlage dafür zu schaffen, dass endlich die langersehnte Ruhe überhaupt einkehren kann.

    PS:
    Wer will das denn? …

    Das wird ja immer schöner, andernorts rüstet man sich und ist voller Tatendrang: „Essen will den Aufstieg“, – „Essen hoch 3“, – „Essen will hochkommen“.

    Und Aachen? Was ist mit Aachen? Wer von den Aachenern Fans möchte denn:

    dass einem „DAS ESSSEN HOCHKOMMT“? – Richtig, das möchte keiner.

    Höchste Zeit, dass diesem „Beerdigungsinstitut“, das da im Moment an der Krefelder Straße am Werke ist, „Feuer unter’m Arsch“ gemacht wird. Die beschäftigen sich augenscheinlich nur noch mit ihrem Grabgesang und ergötzen sich bereits an ihren eigenen Grabinschriften. Außer, dass sie die Zügel, die sie gestern erst an sich gerissen haben, morgen schon an ihren „Weißen Ritter,“ sprich ihren Investor abgeben möchten, fällt dem Aachener „Versager-Team-2018“ überhaupt nichts mehr ein. Den oder die Investoren kennt zwar noch „keine Sau“, aber ausnahmslos alle wissen, dass der oder die zukünftig alles richtig machen werden.

    Bereits die Ankündigung, dass die diesbezügliche außerordentliche Hauptversammlung bereits Ende September zu erwarten sei, zeugt von der Unausgegorenheit der ganzen Idee und der Unerfahrenheit der Verantwortlichen. Die Liste von „Details“, die vorher geklärt werden müssen, ist derart lang, das sie einen Termin September niemals halten können und die Angst, dass das irgendwann vorliegende Angebot abgelehnt wird, wird sie zusätzlich zögern und zaudern lassen.

    PPS:
    Sorry, liebe Essener Fans für den sprachlichen Ausrutscher, aber irgendwie muss man die Aachener aus ihrem Dornröschenschlaf erwecken. Eure Aktion ist selbstredend vorbildhaft und verdient Anerkennung.

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