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Erdbebensicherung am Tivoli

Saison 2016/2017

Vor dem Start in die neue Saison ist bei der Mannschaft eigentlich alles paletti. Doch im Innern der Alemannia knirscht es.

alemannia aachen trikot saison 2016 2017

Von Marcus Erberich

Alle Zutaten liegen auf dem Tisch. Alemannia Aachen hat die Saison 2015/2016 auf einem mehr oder weniger akzeptablen Tabellenplatz Sieben abgeschlossen – und damit ein von Störgeräuschen überlagertes Jahr glimpflich beendet. In diesem Sommer wurden nun vielversprechende Neuzugänge an den Tivoli geholt: Haitz, Mohammad, Pütz, Mickels, Fejzullahu, Hammel – man hört und liest viel Gutes.

Auch die Testspiele vor der neuen Saison machen Hoffnung. Wir sprechen immerhin von einem Unentschieden gegen den zwanzigfachen griechischen Meister Panathinaikos Athen, von einem Sieg gegen den belgischen Erstligisten KAS Eupen und vom Gewinn des nicht sonderlich prestigeträchtigen „Happy-Bet-Cups“. Dass die Alemannia etwa gegen Steinbach nur unentschieden spielte und gegen Wegberg-Beeck nur mühsam mit 3:2 gewann, war vermutlich der Trainingsbelastung geschuldet und sollte deswegen ebenso wenig überbewertet werden wie die Testspiel-Erfolge.

Unterm Strich hinterlässt all das aber einen positiven Gesamteindruck. Und wäre somit Grund genug, voller Vorfreude und Optimismus in die neue Saison zu gehen. Eigentlich. Aber Alemannia wäre nicht Alemannia, wenn nicht auch diesmal wieder Dellen und Kratzer im schwarz-gelben Lack der Euphorie einen faden Geschmack beimischen würden.

Mit der Diskussion über die Qualität der Neuzugänge und die Preise für Dauer- und Tageskarten in der neuen Saison ist es bei der Alemannia schließlich nicht getan: Auf dem Klub lasten noch immer finanzielle Abhängigkeiten, die – so scheint es – keiner verantworten will und niemand zu lösen vermag. Auch deshalb steht das Vorhaben im Raum, die Mitglieder über den von manchen Funktionären als alternativlos verkauften Einstieg eines Investors abstimmen zu lassen. Klar, dass sich daran die Geister scheiden. Klar, dass es Diskussionen gibt, nicht immer bleiben sie sachlich. Klar, dass dieses Grollen auch bei der Mannschaft ankommt – und die Spieler sicherlich nicht kaltlässt.

Happy Bet Cup Alemannia Aachen

Gut fürs Selbstvertrauen: Alemannia Aachen hat den „Happy-Bet-Cup“ 2016 gewonnen.

Es ist die Aufgabe des Trainerteams Fuat Kilic und Christian Mollocher sowie der erfahrenen Spieler im Kader, die Mannschaft gegen alle drohenden Erdbeben felsenfest abzusichern. Das Team muss sich voll auf den Fußball konzentrieren können, um sich im Kampf um die Meisterschaft in der Regionalliga West womöglich eine Außenseiterchance zu erarbeiten. In der vergangenen Saison hat die Alemannia es geschafft, sich durch hausgemachten Ärger und interne Grabenkämpfe selbst aus dem Rennen zu nehmen. Eine Wiederholung muss um jeden Preis verhindert werden.

Ob das klappen kann? Zugegeben, jeder Versuch, das vorauszusagen, verbietet sich. Aber wenn man statt einer Glaskugel die Tabelle der vergangenen Saison zur Hand nimmt, dann lässt sich daraus immerhin eine Tendenz ablesen. Nach der Hinrunde stand die Mannschaft unter Ex-Trainer Christian Benbennek auf Platz sechs. Im Winter zerrupfte sich die Alemannia dann selbst; Benbennek musste gehen und drei Leistungsträger wurden wegen angeblicher Wortführerschaft in der Meuterei gegen den Trainer aus dem Team geworfen. Als neuer Coach wurde Fuat Kilic geholt. Er übernahm die Rolle des Feuerwehrmanns in einer Zeit, als der Tivoli lichterloh in Flammen stand – und verhinderte trotz widriger Arbeitsumstände den freien Fall hinunter in den Abstiegskampf. Für manche mag das nach Schönrederei klingen. Aber mehr konnte man von ihm in dieser Situation wohl kaum verlangen.

Eine vielversprechende Mannschaft, eine mindestens solide Vorbereitung und ein Trainerteam, das es versteht, die Spieler von den Unruhen im Umfeld abzuschirmen. Das sind die Zutaten für eine erfolgreiche Saison 2016/2017. Am Samstag startet Aachen gegen Siegen in den Wettbewerb, es folgen Spiele gegen Wattenscheid, Oberhausen, Aufsteiger Sprockhövel und den SC Wiedenbrück. Fünf Spiele, die einen Ausblick darauf geben werden, was die Alemannia in diesem Jahr erreichen kann. Und ob Kilic und Mollocher bei der Erdbebensicherung gutes Handwerk leisten, wird man schon noch früh genug sehen. \

LINK: Führungspersönlichkeiten sind gefragt – nicht nur Geld

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2 Kommentare zu Erdbebensicherung am Tivoli

  1. Franz Wirtz // 28. Juli 2016 um 1:52 // Antwort

    Kühl kalkuliert und nüchtern betrachtet …

    … oder „Bangemachen gilt nicht!“

    Die Grundidee, anstatt auf die leicht zwielichtig erscheinenden und völlig unberechenbaren „reichen Onkels“ und stattdessen lieber auf die eigenen Kräfte und die tatkräftige Unterstützung (s)einer „zuverlässigen Tante“ mit Namen „Bad Aachen“ zu setzen, ist in jedem Fall der bessere, weil ein zu verantwortender Weg. Will man zukünftig auch nur halbwegs glaubhaft nach außen auftreten, muss der erste Gedanke zwingend der unerschütterliche Glaube an die eigene Leistungsbereitschaft sein.

    Entsprechend unglaublich und „unglaublich erbärmlich“ klang das, was teilweise auf der letzten ordentlichen Jahreshauptversammlung der Alemannia, ausgerechnet von deren Führungspersonal geboten wurde:

    http://www.diekartoffelkaefer.de/2016/07/01/nachlese-einer-typischen-alemannia-jhv/

    „Ich möchte Ihnen die Angst nehmen.“
    Alemannia Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Christian Steinborn

    Er unterstrich, dass er und seine Kollegen „keine Ahnung vom Sport haben“ da alle jeweils anderen Berufen nachgehen.
    „Holen wir uns Fachkompetenz ins Haus, mit gleichzeitigen Verkauf von Anteilen?“ fragte er in Richtung Mitgliedschaft.

    „Bleiben wir Vereinsmeier oder öffnen wir uns?“ fragte Laven in die Runde. (…)

    Tim Hammer erklärte (…) noch „es gibt nicht mal 100.000 Euro von Menschen in Aachen, wir leben von Gönnern“. Deshalb kann die Lösung nur ein Investorenmodell sein, alles andere sei Romantik. (…) Ende Auszug.

    Wer auch immer, den Vereinsmitgliedern des Traditionsvereins ihre verständliche Angst nehmen möchte, kann dies ganz einfach tun, indem er

    – Fakten auf den Tisch legt
    – Kompetenz und Zuversicht ausstrahlt und
    – insgesamt stimmig auftritt und damit glaubhaft „rüberkommt“.

    Dr. Christian Steinborn erlaubt es sich, vor „der versammelten Mannschaft“ eines 116 Jahre alten Traditionsvereins, den Vorschlag zu unterbreiten, man möge sich doch bitte „Fachkompetenz ins Haus holen“. Auch wenn ich seit langem vergebens darüber nachdenke, ob er und falls ja, was er sich bei so einer Aussage eigentlich gedacht hat, fasziniert mich noch mehr, dass die anwesenden Mitglieder sich so etwas „ins Gesicht“ haben sagen lassen. Einen ähnlich merkwürdigen Beigeschmack empfinde ich bei artverwandten Eingeständnissen, „dass er und seine Kollegen keine Ahnung vom Sport haben“. Derartige Aussagen lassen vermuten, dass alle, die sich derart „outen“, gleichzeitig damit unterstreichen möchten, dass sie auf anderen Gebieten umso mehr als Koryphäe eingestuft werden. Ergibt sich zwangsweise die Frage, um welche Fähigkeiten handelt es sich und sind diese für die Alemannia in irgendeiner Form nützlich?

    Oliver Laven hat scheinbar ein ähnlich merkwürdiges Rhetorik-Verständnis, jedenfalls deutet zumindest eine seiner Fragen darauf hin:
    „Bleiben wir Vereinsmeier oder öffnen wir uns?“ (…)

    Bei 116 Jahren an „lebendiger“ Vergangenheit hätte ich ihm, wäre ich Mitglied des TSV, an diesem Abend die Gelegenheit gegeben, mir seine scheinbaren „Bauchschmerzen“ mit diesem Begriff persönlich zu erklären.

    Insgesamt erwecken derart merkwürdig konstruierte Sätze den Eindruck, dass sich eine Funktionärs-Gruppe zusammengesetzt hat und entsprechend der gemeinsam definierten Zielvorgabe, – „Pro-Investor“, – logisch erscheinende Einzelaussagen zu einem stimmigen Ganzen zusammen zu führen. Aber viele Einzelaussagen, noch das gesamte Ergebnis wirken auch nur ansatzweise weder stimmig noch glaubhaft. Im Gegenteil, bei Licht betrachtet entpuppt sich das ganze Vorgehen als leicht durchschaubar und als ein abgekartetes Spiel.

    Besonders problematisch ist meines Erachtens die Aussage von Wolfgang Hammer zu werten, dass es „nicht mal 100.000 Euro von Menschen in Aachen gäbe“. „Deshalb kann die Lösung nur ein Investorenmodell sein, alles andere sei Romantik.“ (…)

    In Essen läuft gerade ein Projekt, welches für Aachen zumindest eine gute Orientierung liefern könnte. Allerdings nicht, wenn die Verantwortlichen, so wie aus Herrn Hammers Äußerungen zu entnehmen ist, sich derart mutlos und schwach zeigen. Für einen echten Profi-Verkäufer gilt immer noch die Aussage:
    „Der Verkauf beginnt erst dann, wenn der Kunde „Nein“ sagt.“

    Das Team-2018 hat sich in erpresserischer Manier ausschließlich als Einheit zur Wahl gestellt und jede Menge versprochen, was sie nicht eingehalten haben. Aus der ihnen hieraus erwachsenen Verantwortung wollen sie sich jetzt davonschleichen. Wer sich bei einer derart wichtigen Wahl selbst als alternativlos darstellt, kann sich nicht zwei Jahre später hinstellen und eingestehen, dass er als Alemannia-Vertreter in der eigenen Stadt bei ehemaligen Gönnern „vom Hof gejagt wird“. Anschließend, in der bekannt arroganten Art, auch noch die berechtigten Sorgen so vieler Klubmitglieder und jede Form von aufkeimender Hoffnung als „Romantik“ zu verunglimpfen, „schlägt dem Fass den Boden aus“.

    Zweifellos unterliegt der Klub in den nächsten Jahren einem großen Druck, aber er darf und muss die Tatsache für sich zu Nutzen wissen, dass irgendwelche Investoren gleichermaßen auf Zugeständnisse der Stadt angewiesen sind. Auch wenn ich grundsätzlich gegen übertriebene und unangemessene Geschenke zu Lasten der Steuerzahler bin, die Aussicht, dass diese zukünftig „privat“ kassiert würden, stößt in jedem Fall noch mehr ab. Allein die Vorstellung, dass der Entscheidungsprozess, wer der angeblichen vielen Interessierten den Vorzug erhält, ruft böse Vorahnungen auf, wie eine solche Entscheidung hinter den Kulissen „gestaltet“ werden kann.

    Die Mitglieder, die auf der, wann auch immer stattfindenden, außerordentlichen Hauptversammlung ihr Stimmrecht wahrnehmen dürfen, sollten sich ihrer augenblicklichen und einmaligen Macht bewusst sein. Vor allem aber sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass die Stadt sie, aus purem Eigeninteresse, praktisch nicht absaufen lassen kann.

    PS:
    http://www.diekartoffelkaefer.de/2016/07/01/nachlese-einer-typischen-alemannia-jhv/

    Auszug: Im Anschluss erfolgte die Entlastung des Präsidiums, des Verwaltungsrates und des Wahlausschusses zunächst per Handzeichen, ehe von den Mitgliedern gefordert wurde Geheim abzustimmen, was dann auch geschah. Dabei wurde die Entlastung zwar mehrheitlich, aber nicht einstimmig (Präsidium (131 Ja, 82 Nein, 86 Enthaltungen) und Verwaltungsrat (131 Ja, 80 Nein, 82 Enthaltungen) erzielt was dann am Ende des Abends noch einmal Thema werden sollte. (…) Ende Auszug.

    Die speziellen Äußerungen des Schatzmeisters der Alemannia lasse ich besser einfach einmal unkommentiert, aber wer nicht einmal die Mehrheit der anwesenden Vereinsmitglieder bei einer Entlastung für sich beanspruchen kann, sollte sich als erstes selbst hinterfragen.

    „Es wird immer schwieriger für Alemannia zu arbeiten.“
    Schatzmeister Horst Reimi

    Im Schlusswort entfuhr auch Präsident Maubach die Worte:
    „Ich gehe mehr als nachdenklich nach Hause.“

    Mit diesem Eindruck endete um 00:30 Uhr die Jahreshauptversammlung – ohne „Hipp Hipp Hurra.“

  2. Franz Wirtz // 26. Juli 2016 um 21:23 // Antwort

    Rechenschieber gefällig? …

    die anstehende Entscheidung über den möglichen Einstieg eines oder mehrerer Investoren ist keine alltägliche Entscheidung, allerdings auch nicht so schwierig, wie es viele Einträge in verschiedenen Fan-Foren vermuten lassen.

    Der unten angehängte Beitrag von „Captain_Kirk“ am 26.07.2016 im „Alemannia-Brett“ ist so ein Beitrag, bei dem ich mich frage, brauchen Alemannia-Anhänger wirklich einen Rechenschieber oder einen Taschenrechner, um zu errechnen, ob sie „ihre Herzensangelegenheit“ verkaufen dürfen? Der Vergleich „hinkt“ vielleicht nicht nur, er könnte bereits „humpeln“, aber ihren Hund verkaufen sie doch auch nicht, selbst wenn er ihnen und / oder ihren Nachbarn ständig Arbeit und gelegentlich jede Menge Ärger bereitet. Jeder auch nur ansatzweise aufkeimende Gedanke daran verbietet sich quasi von alleine. Von daher empfinde ich den Versuch so vieler, angeblich bekennender „treuer Anhänger“ des Traditionsvereins als irritierend, wie sie sich ihre fatale Freigabe zum Verkauf der Mehrheitsanteile der Fußball-GmbH „schön rechnen“ möchten.

    „Do jibbet nix ze rächnen“, – die Antwortet lautet: „NEIN!“

    Der Rundumschlag: Fans, Sponsoren, Trainer und Vorstandsmitglieder
    Fans halten grundsätzlich immer zu ihrer Mannschaft, unabhängig von der jeweiligen Großwetterlage, nur das kennzeichnet schließlich Fans als solche.

    Bezüglich der Sponsoren-Szene lässt sich anlässlich einer Rückbesinnung auf sich selbst und auf die ursprünglich damit verbundenen Werte eher ein Zuwachs erahnen.

    Der Trainer braucht langfristig eine Perspektive und vorrangig endlich „RUHE IM PUFF“! Würden Investoren auftauchen, wäre der Trainer unter Umständen der Erste „der über die Planke geht“. In jedem Falle würde garantiert alles andere als Ruhe einkehren. Bezüglich der in diesem Artikel aufgeworfenen Frage, ob und wie lange, die Mannschaft den ganzen „Heckmeck“ schadlos übersteht, wäre Vertrauen, dass man ihr gegenüber ausspricht, wie Balsam auf die Seele aller Spieler. Diejenigen, die unablässig nach dem „reichen Onkel“ schreien, sind sich hoffentlich darüber im Klaren, dass sie dem vorhandenen Spielerstamm damit unablässig ihr Misstrauen aussprechen. Getreu dem Motto: Wir brauchen dringend Geld, um bessere, sprich andere Spieler einzukaufen.

    Der gescheiterte „Möchtegern-Putin“ soll sich in seinen gerade erst bezogenen Pferdestall verkrümeln, auch wenn er überhaupt, wie er öffentlich zugestand, „über keinen Pferdeverstand“ verfügt. (Wird ihm wohl niemand auch nur annähernd unterstellt haben – und wie es im Bereich Fußball diesbezüglich aussieht, will auch schon lange keiner mehr wissen). Der Rest der Truppe muß es in jedem Falle richten, dazu sind sie schließlich da.

    Fehlt noch einer? – Ja richtig, die Stadt Aachen
    Auf der Suche nach Verantwortlichen beim großen Tivoli-Chaos darf sie nicht fehlen, im Gegenteil, gäbe es eine Rangliste und eine Suche nach den größten „Tuppesse“, wären ihre Vertreter garantiert zu jeder Zeit ganz vorne mit dabei. Das größte und einzige Problem der Verantwortlichen der Stadt Aachen ist es, nicht aufzufallen. Sie haben schon so viele Millionen verbrannt, dass es entscheidend bei jeder weiteren diesbezüglichen Aktion auf die Außendarstellung ankommt. Faktisch sind sie längst völlig handlungsunfähig, schließlich haben sie keinen vergleichbaren alternativen Mieter für den Tivoli. Selbstverständlich wissen genau das auch alle angeblichen Investoren, andernfalls wäre keiner von ihnen auch nur ansatzweise der Idee verfallen, bei der Alemannia anzuklopfen. Anstatt zukünftig fremden Investoren durch errungene Zugeständnisse der Stadt bessere Gewinnchancen zu eröffnen, sollte der Klub diese Achillesferse der Stadt eiskalt weiter für sich selbst ausnutzen (haben sie ja ohnehin immer schon). Konkret: Der Klub teilt der Stadt Aachen mit, dass man sich angesichts der langen Tradition und der enormen Verbundenheit mit allen Aachenern (etc. etc.) bewusst gegen eine Hinzunahme externer Financiers entschieden habe und man nun frischen Mutes, gemeinsam mit ihr versteht sich, vorhabe, in die Hände zu spucken und und und. Die Taktik heißt: Alles auf eine Karte (wer glaubt denn ernsthaft, die Kämmerin der Stadt schickt eines Tages den Gerichtsvollzieher zur Krefelder Straße) und Frechheit siegt! Das Modell „Essen hoch drei“ mag zwar nicht 1:1 umsetzbar sein, als Orientierungsbeispiel taugt es trotzdem. Die Art und Weise, wie leicht es sich die heute Verantwortlichen machen, mit dem Hinweis auf „zerschlagenes Porzellan“ sei so etwas in Aachen nicht mehr möglich, ist einfach nur schäbig.

    Also, Kopf hoch, – anstatt „reichem Onkel“ lieber die „zuverlässige Tante“ mit Namen Bad Aachen. Die „zickt“ zwar gelegentlich und regelmäßig, ist aber im Kern völlig harmlos und „trotz allem“ zuverlässig.

    PS:
    Captain_Kirk am 26.07.2016

    Zitat von I LOV IT
    Jetzt riskieren die Mitglieder die Zukunft der Alemannia? Sorry, wer hatte zwei Jahre Zeit und hat daraus eine Bilanz von minus 2 Millionen Euro gemacht? Wer hat denn Zahlen lange hinterm Berg gehalten und feiert – aufgrund der Notwendigkeit der Veröffentlichung nun die Transparenz?

    Man darf bei den 2 Mio aber nicht unterstellen, dass das alles freiwillige Blödsinnsausgaben a la Abfindung Klitzpera und Co wären. Es ist de facto nun einmal so, dass die Alemannia auch bei drastischen Einsparungen im Bereich „nice to have“ oder unnötige Ausgaben nicht umher kommt, auch beim Etat der 1. Mannschaft zu sparen, um die pflichtigen Ausgaben zu decken. Und das reitet uns abstrakt gesehen erst einmal tiefer in den Mist, weil das notwendige Kleingeld fehlt, um sportlich aus der Misere zu kommen.

    Womit ich hiermit der Forderung nach der Darstellung der von mir skizzierten Kausalkette komme:

    kein Investor -> hohe pflichtige Ausgaben -> Einsparungen beim Etat -> sportlicher Misserfolg -> Abstieg/Insolvenz?

    Das ist natürlich nur eine mögliche Kausalkette. Es steckt eine gewisse Wahrscheinlichkeit dahinter. Es mag auch folgende Kausalkette geben:

    kein Investor -> hohe pflichtige Ausgaben -> Einsparungen beim Etat -> sportlicher Erfolg -> Aufstieg/rosige Zukunft?

    Aber darauf zu setzen, ist doch wirklich höchst riskant. Man macht das Wohl und Weh des Vereins vom sportlichen Erfolg abhängig, der in dieser Liga nur eins heißen kann: Aufstieg. Sprich: Meister werden und in der Relegation siegen. Für mich nicht unbedingt der Königsweg.

    Mögliche Kausalketten mit Investor (bin ich ja noch schuldig):

    Investoreneinstieg -> Liquidität -> Steigerung Etat -> sportlicher Erfolg -> Aufstieg/rosige Zukunft

    Oder aber

    Investoreneinstieg -> Liquidität -> Steierung Etat -> kein sportlicher Erfolg -> Erhöhung der Investitionsmittel -> sportlicher Erfolg/kein sportlicher Erfolg….

    Oder aber

    Investoreneinstieg -> Liquidität -> Steigerung Etat -> kein sportlicher Erfolg -> Weiterverkauf der Anteile durch Investor -> Liquidität? -> sportlicher Erfolg? ->Veränderung der Grundpfeiler des Vereins (Wappen, Farben, Spielort)?

    Wie man es dreht oder wendet, eins bewirkt ein Investoreneinstieg: liquide Mittel. Zumindest mehr, als wir durch egal welchen Kraftakt einsparen können. Die Devise kann meiner Meinung nach daher nur lauten, dass ein Investor einsteigt und gleichzeitig die machbaren Ausgaben reduziert werden, um insgesamt auf gesünderen Füßen zu stehen. Es bringt ja nichts, das Geld des Investors im gleichen Moment wieder mit vollen Händen aus dem Fenster zu schmeißen.

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