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Augen auf und durch

Drei Jahre Regionalliga

Für die Alemannia geht es in dieser Saison längst um nichts mehr. Viele fragen sich deshalb: Warum versuchen wir es nicht mit einem Investor? Die wichtigere Frage ist: Wer sind wir überhaupt?

saison 2015 2016 fazit alemannia aachen

Von Marcus Erberich

Bald ist es geschafft. Dann ist diese leidvolle Saison endlich vorbei. Diese Saison, in der die Mannschaft der Alemannia zunächst gute Ergebnisse einfuhr, später aber in sich zusammenfiel wie ein Kartenhaus. Diese Saison, in der die Spieler gegen ihren Trainer Christian Benbennek revoltierten, wodurch er und die drei angeblichen Rädelsführer der Meuterei ihre Jobs verloren. Diese Saison, in der Sportdirektor Alexander Klitzpera im Hintergrund die Weichen auf Aufstieg stellen sollte und das Gegenteil erreichte. Diese Saison, in der einmal mehr bekannt wurde, dass der gerade mal sieben Jahre alte Tivoli schon jetzt an allen Ecken und Enden bröselt und schimmelt.

Nach dem Absturz bis hinunter in die Regionalliga West ist man als Fan der Alemannia an Trübsal gewöhnt. Die Vizemeistersaison 2014/15 wirkte deshalb wie ein Aphrodisiakum: Mannschaft und Fans hatten nach langer Zeit der Unlust wieder so richtig Bock aufeinander. Man hatte das Gefühl, dass diese Mannschaft jeden Gegner schlagen konnte, dass der Wiederaufstieg in die 3. Liga mit dieser Truppe nur eine Frage der Zeit wäre. Aber der Optimismus und die neue Geilheit auf Alemannia sind futsch. Zerstört und ins Gegenteil verkehrt innerhalb einer einzigen Saison. Das muss man erst mal schaffen!

Zugegeben, ein bisschen ist das Jammern auf hohem Niveau. Die Alemannia ist einen Spieltag vor dem Ende der Saison Siebter. Das ist kein Weltuntergang. Man muss nur nach Essen schauen: Der RWE will schon länger als die Alemannia wieder aus dieser elenden Regionalliga West raus – nach oben, versteht sich – und kämpfte bis zuletzt sogar gegen den Abstieg. Verglichen damit haben wir es dieses Jahr sogar noch ganz gut getroffen. Aber der Anspruch der Alemannia ist das nicht. Das Selbstbild dieses Klubs verbietet es, sich für ein Weilchen mit der Regionalliga zu arrangieren. Schon im Augenblick des Abstiegs aus der 3. Liga wurde die baldige Rückkehr als Ziel ausgegeben. Davon ist die Alemannia heute weit entfernt.

Und es wird nicht leichter. Finanzielle Abhängigkeiten lassen es nicht zu, dass zur neuen Saison so viel Geld in die erste Mannschaft fließt, dass sie wie automatisch um die Meisterschaft und die damit verbundene Chance auf den Aufstieg mitspielen könnte. Der Etat für die kommende Saison – die „Aachener Zeitung“ beziffert ihn auf rund 1,4 Millionen Euro – wird der Alemannia voraussichtlich eine Mannschaft ermöglichen, die in etwa so stark ist wie das Team der Saison 15/16. Und das, wie wir heute wissen, hatte zu keinem Zeitpunkt ernsthaft die Chance, Platz eins zu erobern und zu halten. Meister Lotte hat 80 Punkte auf dem Konto, die Alemannia 56. Die Beweisführung ist damit abgeschlossen.

Weil man sich dessen bewusst ist, wird in Aachen inzwischen darüber gesprochen, sich für den Einstieg eines Investors zu öffnen. Der Aufsichtsrat befindet sich deswegen schon in mehr oder weniger konkreten Gesprächen, unter anderem mit der Münchner Firma Arena 11. Sollte diese der Alemannia wirklich ein Angebot machen, könnte es bei der Jahreshauptversammlung am 29. Juni zu einer Abstimmung unter den Mitgliedern der Alemannia kommen. Damit der Weg für einen Investor frei wäre, müssten sich mindestens 75 Prozent der dann anwesenden Stimmberechtigten dafür aussprechen.

Die Herren auf der Kommandobrücke funken diesbezüglich schon seit Monaten deutliche Signale. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Christian Steinborn beantwortete eine öffentlich gestellte Frage der Fan-IG vor einer Weile noch vergleichsweise diplomatisch: „Da – wie die letzten beiden Spielzeiten zeigen – aus dem Umfeld Aachens nicht mehr als die ohnehin schon erfreulichen Einnahmen zu generieren sind, der wirtschaftlich/sportliche Konkurrenzdruck jedoch weiterhin hoch bleibt (siehe z.B. Viktoria Köln), halte ich eine kommerzielle Lösung für sinnvoll.“ Drastischere Worte fand Aufsichtsrat und Schatzmeister Horst Reimig in den „Aachener Nachrichten“: „Wenn wir keinen Investor finden sollten, werden wir in allen Bereichen kürzen, auch im Sport. Wir werden nicht noch einmal mit einem solchen Defizit in die Saison gehen.“ Gemeint sind die gut 500.000 Euro, die am Ende der Insolvenz übrig blieben, und die bis heute als strukturelles Defizit in den Büchern stehen. Um auch ja keine Zweifel an der Stichhaltigkeit seiner Argumentation zu lassen, schob Reimig nach, der Einstieg eines Investors sei bei den Ansprüchen der Alemannia „alternativlos“; andernfalls werde der Etat von 1,4 Millionen Euro weiter schrumpfen.

Alternativlos, das bedeutet im Klartext: Entweder Investor oder für immer, zumindest aber für lange Zeit Amateurfußball in Aachen. Es ist diese Form der Endzeitrhetorik, die selten zu wohldurchdachten Entscheidungen führt. Eine investorengesteuerte Alemannia ist freilich nicht alternativlos. Die Alternative würde lauten: Kein Investor bei der Alemannia, dafür ein renoviertes Selbstbild. Wir sind nicht mehr Alemannia Aachen, eigentlich Zweitligist, aber aus Versehen in die Regionalliga abgerutscht. Drei Saisons ohne Aufstieg haben gezeigt, dass Aachen für diese Liga eben nicht in Wirklichkeit viel zu stark ist. Wir sind heute Alemannia Aachen, Regionalligist mit der Ambition, so schnell in den Profifußball zurückzukehren wie es unsere Mittel erlauben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Man könnte sodann damit beginnen, eine Mannschaft zusammenzustellen, die sich mit Aachen und der Alemannia identifiziert und die schon allein deshalb ehrlichen Fußball mit Herz und Stolz spielt. In Aachen wurden selten Spieler zu Publikumslieblingen, die zwar überragend Fußball spielten, die Alemannia aber nur als Durchlauferhitzer für eine Karriere im Glitzerfußball betrachteten. Zu Helden wurden meist die Landgrafs, die Plaßhenrichs und die Hoffmanns, die schon vor dem Anpfiff schmutzige Knie und schlechte Laune hatten. Ein Team aus solchen Spielern, das Woche für Woche für den Verein um jeden Grashalm kämpft – und damit natürlich auch einen gewissen Erfolg haben müsste –, würde wieder mehr Fans zu den Heimspielen locken, wodurch der Tivoli wieder eine attraktivere Werbefläche für lokale Sponsoren würde. Dazu eine Vereinsführung, die seriös mit dem Geld wirtschaftet, das sie hat. Und mit einem abgespeckten Ego würde sich auch die eine oder andere Saison im Mittelfeld der Tabelle nicht wie verlorene Zeit anfühlen, wenn die Fans dafür wieder eine Mannschaft hätten, von der sie stolz ihren Freunden und Kollegen erzählen könnten.

graetsche tobi mohr alemannia aachen

Die ehrliche Grätsche ist in der Regionalliga West mehr wert als jedes Tiki-Taka.

Sicher, die Idee einer solchen Alemannia mag zwar hübsch sein, sie ist aber auch reichlich naiv. Ohne genaues Studium der Finanzen kann man nur mutmaßen, wie viele Jahre in der Regionalliga der Verein sich noch leisten kann, und ob es überhaupt eine solche Rechnung gibt. Aber sich darauf zu verlassen, dass mit einem Investor schon alles irgendwie wieder gut werden wird, alles wieder wie früher – ist das etwa nicht naiv?

Am Samstag spielt die Alemannia in Lotte, danach ist diese Saison vorbei. Endlich. Nicht, weil die Alemannia Siebter geworden ist. Sondern, weil der Fußball in dieser Saison bei all dem Gepolter im Umfeld fast egal war. Es wäre schön, wenn Alemannia Aachen in der neuen Saison einfach wieder Spaß machen könnte. \

LINK: Zehn Dinge, die in der Saison 2015/16 total GEIL waren

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15 Kommentare zu Augen auf und durch

  1. Franz Wirtz // 29. Juni 2016 um 9:37 // Antwort

    Generation 50Plus …

    „Das Beste zum Schluss“, heißt es häufig. Heute morgen entdecke ich zufällig gleich zu Beginn das Beste, was ich diesbezüglich seit langem lesen durfte.

    (!) analog der Kursfantasie
    Auch wenn auf der heutigen Hauptversammlung keine diesbezügliche Entscheidung gefällt werden kann – es liegt bekanntermaßen überhaupt kein Investoren-Angebot vor – wird es sicherlich eine denkwürdige Diskussion zu diesem Thema geben. Nachfolgende Kommentare lassen die Spannbreite der Erwartungen einzelner Mitglieder erahnen, entsprechend heiter könnte die Diskussion verlaufen. Allerdings lässt der Name „xytor“ wohl eher darauf schließen, dass lediglich ein weiterer Scherzbold sein Unwesen treibt.

    Lesen bildet
    Seit einiger Zeit fällt mir generell auf, dass der Schreibstil sich in einigen Foren auffällig und irgendwie verdächtig „atypisch“ verbessert hat.

    Alemannia: Sportdirektor wird nicht verpflichtet

    http://www.aachener-nachrichten.de/sport/alemannia-aachen/alemannia-sportdirektor-wird-nicht-verpflichtet-1.1371951#commentsField-852847

    Von: pa – Letzte Aktualisierung: 1. Juni 2016, 16:12 Uhr

    AACHEN. Erste Eckpunkte für ein Angebot sind da, aber naturgemäß hat der Verein noch viele Ideen, wie man nachbessern sollte, bevor man sich auf ein juristisch belastbares Papier einigt und es der Öffentlichkeit vorstellt. (…)

    LESERKOMMENTARE (9)
    Auszug:
    01.06.16 – 18:20 Uhr xytor

    Auch wenn es dem möglichen Investor oder auch dem Aufsichtsrat nicht gefällt:

    Bei einem Verkauf von Anteilen müssen sich (!) analog der Kursfantasie eines Aktienkurses nicht nur der heutige Wert sondern auch die mögliche zukünftige Wertsteigerung eingepreist sein. Ansonsten macht ein Anteilsverkauf zum jetzigen Zeitpunkt wenig Sinn und wird, da bin ich sicher, auch bei aller Schwarzmalerei, bei einer Mitgliederversammlung die notwendige Mehrheit verfehlen. Dann lieber noch weitere Jahre in der Regionalliga und bei einem möglichen überraschenden Aufstieg (siehe Schubert/Plaßhenrich-Saison) erneut verhandeln. Ein heutiger Verkauf von 49 % Unternehmensanteilen muss den Verein auf Jahre überlebensfähig machen und kann daher sinnvollerweise nur im 8-stelligen Bereich liegen.

    02.06.16 – 17:26 Uhr Guido

    Im achtstelligen Bereich?! Geht´s noch? Wer sollte denn so viel für 49 % eines fast insolventen, völlig maroden Viertligisten bezahlen? Außerdem geht es bei Investorenübernahmen von solchen Clubs nie darum, irgendwem Geld zu bezahlen. Ein potenzieller Investor soll den Verein mit seinem Geld am Leben halten, sonst nichts! Als Gegenleistung erhält der Investor dafür dann halt Anteile am Verein.

    Es gibt in Deutschland vielleicht eine Hand voll Vereine, für die ein Investor einen achtstelligen Betrag für 49 % der Anteile zahlen würde, weil selbst die meisten Erst- und Zweitligavereine total marode sind. Die leben fast alle nur von der Hand in den Mund. Einen mehrjährigen Aufenthalt eine Klasse tiefer würden die meisten Erst- und Zweitligisten nicht ohne einen potenten Investor überleben! Nicht wenige Vereine würden schon jetzt ohne ihre reichen Präsidenten/ Investoren nicht überleben!

  2. Franz Wirtz // 26. Juni 2016 um 21:01 // Antwort

    Zwischen zwei Spielen …

    http://www.ig-alemanniafans.de

    • Den Bieter-Wettbewerb gibt es selbstverständlich doch, allerdings hinter den Kulissen. Dass die beiden Bieter sich vorher bereits, und auch fortlaufend absprechen, ist zwingend zu erwarten. Die Argumentation der beiden Bieter diesbezüglich ist der erste Nachweis dafür, dass es bei folgenden Diskussionen nicht vorrangig und ausschließlich um ureigene Klubinteressen geht.

    • Eben noch hieß es, man bevorzuge ein reines Finanzengagement und weniger einen Investor, mit zuviel Ehrgeiz hinsichtlich einer möglichen Einflussnahme. Das geschriebene Protokoll wirkt in diesem Punkt besonders, allerdings auch insgesamt, im Vergleich zu der Video-Botschaft abgestimmt, abgesprochen und weichgespült. Die Absicht der Gruppe, die Mehrheit der GmbH anzustreben, sagt alles. In diesem Sinne sollten sich alle Vereinsmitglieder darüber im Klaren sein, dass der momentane Aufsichtsratsvorsitzende über seine neuen Chefs spricht. Eine neutrale Position ist nicht unbedingt zu erwarten.

    • Peter Schubert wurde geradewegs rausgeekelt. Darüber, wie intelligent man sich dabei angestellt hat, sollte man jetzt nicht auch noch streiten oder etwa ernsthaft behaupten, Irgendwer hätte sich für ihn in die Bresche geworfen. Dies wäre absolut lächerlich.

    • Annähernd 100 andere Vereine innerhalb der deutschen Regionalligen haben es auch schwer, angesichts hoher Ausgaben einen wettbewerbsfähigen Kader zu formieren und sich im Ab- oder Aufstiegskampf zu behaupten. Die Alemannia genießt außergewöhnliche Vorteile durch eine Mini-Miete, ein Riesenstadion und einen hohen Zuschauerschnitt. Jammern auf hohem Niveau.

    • Bevor man sich über den Verbleib noch nicht erzielter Gewinne einigt, wäre ein Vorschlag, wie man erzielte Erlöse für den Verkauf von GmbH-Anteilen, die der GmbH gehören, überhaupt der GmbH zufließen können, sehr viel interessanter.

    • Der Name, die Vereinsfarben und das Vereinswappen sind lediglich äußere Gestaltungsmerkmale einer bloßen Symbolik, ohne von den Vereinsmitgliedern getragene „innere Werte“ sind sie völlig wertlos. Verkauft der Verein seine Seele, in Form von Anteilen an der GmbH, braucht er sich auf die nackten Symbole seiner geheuchelten Identität nichts mehr einzubilden.

    • Alle Verträge mit der Stadt und aller angegliederten städtischen Gesellschaften sollten unbedingt auf den Tisch. Es darf vermutet werden, in der Schatz- alternativ Rumpelkammer der Alemannia lassen sich viele bisher verborgen gebliebene Schmuckstücke finden. Die größten Überraschungen, so würde ich vermuten, sind die Verträge, in denen Vertreter der Stadt ihre krummen Finger hatten.

    • Eine vorgesehene Rückkauf-Option ohne konkretes Zahlenmaterial ist nichts sagend.

    • Was berechtigt einen Vorstand, Verträge unter Geheimhaltung abzuschließen und wer kontrolliert diese?

    • Wie lautete seinerzeit die Argumentation, als man den umgekehrten Weg favorisierte und das Abrechnungsjahr dem Kalenderjahr anglich?

    • Die Personalie Klitzpera belastet den Etat nicht?

  3. Franz Wirtz // 26. Juni 2016 um 18:01 // Antwort

    Sie wollen einfach nicht ankommen, – in der Realität …

    Sie begreifen es immer noch nicht. Während die Fans einen zähen, schwierigen und durchaus schmerzhaften Reifeprozess durchlaufen haben, und auch immer noch durchlaufen, zeigen sich Vorstand und Aufsichtsrat der GmbH weiterhin völlig ratlos und restlos beratungsresistent. Zwei Jahre nach ihrer Wahl aber immerhin knapp eine Woche vor der diesjährigen ordentlichen Jahreshauptversammlung sind sie erstmalig zu der überraschenden Erkenntnis gelangt, dass sie „einen Sparkurs fahren müssen“.

    Verlorene Jahre
    „Ein Blinder mit dem Krückstock“ hätte ihre Ausgangsposition auf Anhieb richtig erkannt. Von Beginn an war klar, dass es nur mit einer strickten und permanenten Kostenkontrolle gelingen wird, innerhalb der gegebenen Möglichkeiten, den Klub am Leben zu halten und in der Folge, soweit möglich, Schritt für Schritt wieder voran zu bringen. Eine derartige Geschäftspolitik „der kleinen Schritte“ ist den Verantwortlichen allerdings völlig wesensfremd. Sie bevorzugen eher die Variante, „im Stechschritt gegen die Wand“, wobei sie beim Annähern an besagte Wand selbst davor nicht zurückschrecken, Anteile des Traditionsvereins undurchsichtigen Investoren zum Kauf anzubieten.

    Dreimal Null ist Null
    Ihr „Möchtegern-Putin“ entpuppt sich zunehmend als „Quax, der Bruchpilot“: Erstens kann die GmbH grundsätzlich keine Anteile verhökern und zudem erscheint eine zwingend notwendige Zustimmung einer 3/4-Mehrheit der JHV, angesichts der desaströsen Informationspolitik, völlig ausgeschlossen. Zweitens gelingt es ihnen nicht einmal auch nur ansatzweise, einen einzigen Investor konkret vorzuweisen, der nachvollziehbar ein konkretes Interesse zeigt, geschweige denn, einen Plan, der einen Verkauf von Anteilen an der GmbH, mit all seinen Risiken, als erfolgversprechend ausweisen würde.

    „Wir dürfen bei der Alemannia nicht mit Wenigem zufrieden sein.“

    Alles, bloß das nicht! – Die beiden letzten Jahre haben Alemannia Aachen nicht weitergebracht, im Gegenteil, der Verein hat viel Geld verloren und zudem sein ohnehin geschrumpftes, verbliebenes Rest-Renommees nahezu vollständig eingebüßt. – Eine einzige Katastrophe.

    „Bescheidenheit ist eine Zier“ …

    „Die beste Mannschaft“, sprich alle Crewmitglieder sind auf ihre eigenen großen Sprüche hereingefallen: „Wir dürfen bei der Alemannia nicht mit Wenigem zufrieden sein,“ hatte sich der langjährige Stadionsprecher und neue Verwaltungsrats-Mitglied Robert Moonen auf der letzten JHV geäußert. Dass ausgerechnet ein neues Verwaltungsratsmitglied sich derart äußert, trifft einen Kern ihres Problems: Sie wollen „unter sich sein“ und schotten sich konsequent ab. Entsprechend einseitig sieht das Ergebnis ihrer Geschäftstätigkeit aus. Dass ein gerade neu gewähltes Mitglied eines Kontrollorgans allerdings gleich auf der JHV zur erhöhten Risikobereitschaft aufruft, sagt schon alles. Ob die Vereinsmitglieder, angesichts der verfahrenen Situation, sich heute besser fühlen als vor zwei Jahren, darf allerdings bezweifelt werden.

    Ihre eigene Handschrift stellt sie bloß
    Der jetzt eingeschlagene Sparkurs ist eine lupenreine Mogelpackung, er entspringt nicht einer inneren Überzeugung, er ist das ernüchternde Ergebnis katastrophaler Fehlentscheidungen im Personalbereich, sprich leerer Kassen, und Zeugnis völliger Orientierungslosigkeit. Schließlich können sie nur „vorwärts“ und „Geld ausgeben“ und genau dazu sind sie gemeinsam angetreten. Allerdings ist einer der ihrigen schon auf der Strecke geblieben und angesichts des freien Falls, in dem sie sich mehr oder weniger schon wieder befinden, würde ich es für verwegen halten, davon zu sprechen, sie hielten überhaupt noch irgendeinen „Kurs“. Die jetzt angestrebte Wende wurde ihnen auferlegt und ab sofort segeln sie einen Kurs, der ihnen vollkommen gegen den Strich geht.

    „Manchmal muss man ein Stück zurückgehen, um vorwärts zukommen“.

    Angesichts der schwierigen Situation handelte es sich bei dem Wendemanöver wahrscheinlich sogar um eine „Halse“, eines der gefährlichsten Manöver unter Segel, die beim Segeln gefahren werden. Dass Crewmitglieder bei einem solch‘ riskanten Manöver „über Bord gehen“, ist, folgt man einschlägigen Ratgebern, nichts ungewöhnliches. – Na dann:

    „Auf zu neuen Ufern“ und „Mast- und Schotbruch!“

    PS:
    http://www.segeln-wissen.de/segelwissen/manoever-unter-segel/halse.html

    Auszug: Deshalb ist die Halse auch eines der gefährlichsten Manöver unter Segel, die beim Segeln gefahren werden. Die Gefahr von schwerstwiegenden bis hin zu lethalen Verletzungen, die entstehen können, wenn ein Crewmitglied vom überschwenkendem Segel getroffen wird, ist latent vorhanden. Auch bei einer Halse gibt es deswegen eine Befehlskette in der Manöversprache, die unbedingt vermittelt werden muss, so dass kein Crewmitglied von dem Manöver überrascht werden kann.

  4. Franz Wirtz // 21. Juni 2016 um 12:04 // Antwort

    Auch das noch …

    Bälle, Tore und Finanzen XI

    http://www.ey.com/DE/de/Newsroom/News-releases/20140820-EY-Deutscher-Profifussball-wirtschaftlich-weiter-im-Aufwind

    Auszug:
    Investoren gesucht
    Erstmals wurden in der Studie die gegenwärtigen und künftig erwarteten Finanzierungsstrukturen der Klubs abgefragt. (…)

    Unabhängig davon, in welcher Weise ein Investor dem Club finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, ob als Eigen- oder Fremdkapital, wird er im Vorfeld seiner Investi-tion eine umfangreiche Due Diligence durchführen und den Club auf „Herz und Nieren“ prüfen. Von Interesse sind für ihn hierbei neben den rechtlichen Aspekten
    insbesondere auch die sich aus der Vergangenheit ergebenden finanziellen Risiken sowie die Businesspläne für die Zukunft und die diesen zugrunde liegende Unternehmensstrategie. Für die Due Diligence und die damit einhergehenden Gespräche mit dem Management, aber auch für die sich anschließenden Ver-tragsverhandlungen ist zwangsläufig einige Zeit zu veranschlagen, sodass bei
    der Finanzierungsalternative „Investor“ die finanziellen Mittel dem Club im Regelfall nicht kurzfristig zufließen. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die mit dem In-
    vestoreneinstieg verbundenen Erfordernisse wie die im Vorfeld durchzuführende Diligence und die konkrete Ausgestaltung der Vertragswerke je nach Ausprägung der organisatorischen Strukturen des Clubs auch zu einer personellen und zeitlichen Belastung aufseiten des Clubs führen können.

    Die Informationsanforderungen von Investoren an die Clubs, insbesondere solche von Finanzinvestoren, gehen häufig weit über die Informationsrechte hinaus, die einem Aktionär oder Minderheitsgesellschafter aufgrund gesetzlicher Regelungen zustehen. Für den Club kann sich nach dem Investoreneinstieg insoweit eine organisatorische Änderung ergeben, als von ihm die Erstellung und Abgabe zum Teil detaillierter monatlicher Berichterstattungen (sogenannte Management-Reportings) gefordert werden. Dies kann je nach der Ausgestaltung der organisatorischen Strukturen des Clubs und den verfügbaren internen Ressourcen, insbesondere im Bereich Finanz- und Rechnungswesen, zu einer administrativen Mehrbelastung und damit auch zu erhöhten Aufwendungen und Kosten führen. (…)

    Bälle, Tore und Finanzen X

    Auszug:
    Beitrag: Die wachsende Bedeutung des Beihilfenrechts im europäischen Profifußball
    Von Georg Glavanovits

    Profifußballvereine im Visier der Europäischen Kommission
    Die Voraussetzungender öffentlichen Finanzierung von Sport und Sportstätten wandeln sich tief greifend. Während die öffentliche Hand in der Vergangenheit diesen Bereich relativ frei gestalten konnte, unterliegt sie heute zunehmenden Einschränkungen, die sich insbesondere aus dem europäischen Beihilfenrecht ergeben. Diese Entwicklungen haben mittlerweile auch den europäischen Profifußball erreicht. Im März 2013 kündigte die Kommission erstmals die förmliche Prüfung von öffentlichen Zuwendungen an fünf niederländische Fußballklubs der ersten und zweiten Liga an. Auch Zuwendungen der Stadt Madrid an Real Madrid sind in den Fokus der Brüsseler Beihilfenkontrolle geraten. Dabei prüft die Europäische Kommission, ob es sich bei den öffentlichen Zuwendungen um europarechtlich verbotene staatliche Beihilfen handelt.

    Das Prüfschema der Europäischen Kommission
    Nach den Vorschriften des AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen
    Union) ist jede Maßnahme aus staatlichen Mitteln, die ein Unternehmen selektiv be-günstigt und geeignet ist, Wettbewerb und Handel in der EU zu verfälschen, grund-
    sätzlich verboten (Art. 107 AEUV). (…)

    Fazit
    Das Netz der europäischen Beihilfenkontrolle wird immer enger. Die Europäische Kommission prüft die Finanzierung von Profifußballvereinen und Stadioninfra-strukturen in systematischer Art und Weise. Für Profifußballvereine kann eine Rückforderung von unrechtmäßig erhaltenen Beihilfen existenzbedrohend sein. Vor diesem Hintergrund sollten sowohl sie als auch staatliche Stellen prüfen, inwiefern ggf. bestehende und/oder geplante staatliche Finanzierungen beihilfenrechtlich legitimiert werden können, um eine Rückforderung zu vermeiden.

    Georg Glavanovits
    Senior Consultant „Förderberatung und Beihilfenrecht“
    Ernst & Young GmbH
    Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

  5. Franz Wirtz // 20. Juni 2016 um 23:46 // Antwort

    Besagter Anhang: (welcher, warum auch immer, nur widerwillig akzeptiert wird)

    PS:
    Die frohe Botschaft
    https://www.facebook.com/derFriedrichAC/

    PPS:
    Der riesige Spezialbau
    Als besonders gefährdete „Triebtäter“ habe ich häufig schon auf die Doppelagenten hingewiesen, die einerseits im Rat der Stadt Aachen vertreten sind und andererseits ein verantwortliches Amt im Verein ausüben. Erst jetzt fiel mir auf, dass es sogar Dreifach-Täter gibt, die zusätzlich auch noch in den Gremien der „Aachener Stadion Beteiligungs GmbH“ (ASB) auftauchen.

    Tivoli-Personal kostet mehr als eine halbe Million Euro

    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/tivoli-personal-kostet-mehr-als-eine-halbe-million-euro-1.1301425

    Auszug: Doch was die Grünen kritisieren, ist für den Aufsichtsratsvorsitzenden Heiner Höfken (SPD) alles andere als überraschend. „Das ist ein ganz normaler Wirtschaftsplan, so wie erwartet“, betont er. In ihm sei all das nachzulesen, was der Rat bereits vor dem Kauf des Tivoli diskutiert habe. „Dass uns das Stadion zwei bis zweieinhalb Millionen im Jahr kostet, wussten wir vorher“, sagt er.

    Und während die Grünen eine „eher aufgeblähte Selbstverwaltung des Stadions“ anprangern, bewertet Höfken den Personalbestand für das Stadion als „mehr als schmal“. Es handle sich immerhin um einen riesigen Spezialbau, der verwaltet und bewirtschaftet werden muss – auch wenn der eigentliche Hauptdarsteller, die Alemannia, nur in der vierten Liga spielt. (…)

    PPPS:
    Aus dem Archiv, aber „forever young“

    Gerald Eimer:
    Alle müssen büßen
    Samstag, 21. Mai 2016 – Aachener Nachrichten – Stadtausgabe / Lokales / Seite 18
    „(…) Hier büßt womöglich eine ganze Stadt noch lange für ihren eigenen Größenwahn und dafür, dass sich einige wenige bereichert haben.“

    Michael Mönig (Rechtsanwalt):
    „Es muss jetzt ganz schnell Geld aufs Alemannia-Konto kommen, damit die Saison zu Ende gespielt werden kann. Nur so kann die Rettung gelingen.“

    Nur zur Erinnerung:
    Alemannia reicht Drittliga-Lizenz ein

    Reviersport Aachen Drittliga Lizenz heißen die Suchbegiffe

  6. Franz Wirtz // 20. Juni 2016 um 16:36 // Antwort

    „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Nein, ich schaue mir diese „frohe (Video-) Botschaft“ nicht noch ein zweites Mal an. Detailliertes Zahlenmaterial sollte wohl doch eher in einer einfachen Tabelle schriftlich zur Verfügung gestellt werden, möchte man vermeiden, dass zu vermutende 100 Fans und allgemein Interessierte sich jeweils einzeln und im Schneckentempo diese Ziffern mühsam aus einer Aufzeichnung heraus filtern müssen, um abschließend doch über uneinheitliche Zahlen zu streiten. Da der Vorstand sich überraschenderweise auskunftsfreudig gab, wäre eine Nachfrage diesbezüglich wahrscheinlich durchaus angebracht gewesen, schließlich gestaltet sich jedwede Form von Diskussion erheblich leichter, wenn allen dasselbe Zahlenmaterial zur Verfügung steht. Erkenntnisreich wird die jetzt einsetzende Diskussion spätestens dann, wenn dem Berichtsjahr vergleichsweise die Zahlen des Vorjahres gegenübergestellt werden. Echten Fans wird es relativ leicht fallen, den Veränderungen auf dem Papier, die zugehörigen tatsächlichen Geschehnisse im Verein zu zuordnen.

    Sie sind schon wieder am Ende
    Die Kernbotschaft habe ich allerdings trotzdem verstanden: Sie sind schon wieder am Ende, und zwar restlos. Zwei Millionen Euro Minus in den letzten beiden Jahren zuzüglich weiterer 400.000 Euro als zu erwartendes Minus für die kommende Spielzeit. Dass man bereits mit einem kalkulierten Minus plant, belegt mit welch selbstverständlicher Arroganz – „Zehn Prozent sind Usus,“ – grundsätzlich hantiert wird. An der Krefelder Straße regiert der Wahnsinn. Ich habe es zwar selbst schon hunderte Male geschrieben, bin aber doch immer wieder auf’s Neue entsetzt, wenn sich übelste Befürchtungen derart simpel bestätigen. Diese Vereinsführung braucht keinen Investor, den es ohnehin nicht einmal ansatzweise gibt, diese Vereinsführung braucht einen Vormund, „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Während die Fans in verschiedenen Foren darüber philosophieren, ob ein anteiliger Verkauf der „Seele“ ihres Klubs ethisch zu vertreten ist, beziehungsweise ob sich dies kaufmännisch überhaupt rechnet, reitet diese Chaos-Truppe sehenden Auges „im gestreckten Galopp“ schnurstracks in den nächsten Abgrund. Das gebotene Zahlenmaterial ist niederschmetternd, der momentane Wert des Vereins tendiert gegen Null und die einzig mögliche Zukunftsperspektive ist im Bereich von „Lottospielen“ angesiedelt.

    Eine Symphonie des Grauens
    Arena-11 ist gar nicht (mehr) interessiert, erfahren wir so beiläufig. Ob sie überhaupt jemals interessiert waren, darüber dürfen wir alle beliebig spekulieren. Auch darüber, ob überhaupt schon Irgendwer jemals ernsthaft interessiert war, und wenn ja, woran? Laut den Aussagen von Vorstandsmitglied Horst Reimig war Simon Rolfes somit lediglich der Erste der angeblichen Interessenten, die bereits beim „ersten Blick“ in die Unterlagen auf die Frage: „Alemannia? – Nein Danke!“ gesagt haben.

    Die Retter sollen nicht retten, sie sollen ausschließlich zahlen!
    Bevorzugt werden, so die markante Botschaft, „Investoren mit viel Geld und wenig Sachverstand“ während die umgekehrte Version zuviel angestrebte Einflussnahme (Beispiel 1860 München) vermuten lässt und ganz eindeutig eine „abtörnende Wirkung“ auf die momentan Agierenden hat. Die Pro-Investor-Gruppe der Alemannia-Fans, die sich einen entscheidenden Kompetenz-Zuwachs in der Führungs-Etage des Traditionsvereins erhofft hatte, trägt diesen taktischen Winkelzug hoffentlich mit Fassung und nimmt ihn entsprechend aufmerksam zur Kenntnis.

    „Nessie“ ist wieder aufgetaucht
    War der verbliebene, ohnehin undurchsichtig erscheinende Investoren-Kreis bereits als „leicht zwielichtig“ eingestuft worden, erhält der neue, nur noch vage angedeutete Personenkreis zwangsläufig eine Aura wie Nosferatu und die Spekulation über dessen tatsächliche Existenz erreicht einen Wahrscheinlichkeitsgrad, wie in den 70ern das „Ungeheuer von Loch Ness.“

    Arena-11 oder Zirkus Hopplahopp?
    Dummerweise verschärft diese „unfrohe Botschaft“ die Gegensätze der beiden Fan-Lager: Die Traditionalisten sehen ihren ohnehin eingeforderten Sparkurs mehr als bestätigt während die Pro-Investoren-Gruppe, aufgrund der erdrückenden Ausweglosigkeit, umso mehr den Klub schnellstmöglich „verramschen“ möchte. Dass man unter derartigen Bedingungen allerdings kein auch nur halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis erwarten darf, dürfte selbst ihnen, langsam aber sicher und auch wenn’s weh tut, immer mehr bewusst werden.

    Was, wenn nicht?
    Ausnahmslos alle vorher mühsam erbettelten Zahlen und Fakten zerplatzen wie eine Seifenblase. Die Anwälte von Arena-11 haben Einblick in die Bilanzen genommen, obwohl diese, wie wir jetzt wissen, niemals ein ernsthaftes Interesse bekundet hatten. Der Schatzmeister der Alemannia, Horst Reimig, ging bekanntlich noch kürzlich davon aus, dass zeitnah ein Angebot der Gruppe oder von Investoren aus deren Reihen erfolgen wird, „wie das unter seriösen Geschäftsleuten so verabredet ist“.

    Was, wenn nicht? Dann wird’s sehr schnell sehr eng und anstatt der betonten „seriösen Geschäftsatmosphäre“ dürfen die Verantwortlichen die Atmosphäre aller alternativen „Floh- und Trödelmärkte“ kennenlernen. Der nächst gelegene ist immerhin „gerade ums Eck.“

    Wo war der Verwaltungsrat des eingetragenen Vereins?

    § 14 Verwaltungsrat (Auszug)

    14.1 Der Verwaltungsrat besteht aus 9 Mitgliedern, deren Mehrheit aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit hinreichende Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten haben. Seine Zusammensetzung ergibt sich aus § 15.10. (…)

    14.6 Der Verwaltungsrat kontrolliert die Wahrnehmung der Vereinsaufgaben durch das Präsidium. Er kann hierzu alle ihm sachdienlich erscheinenden Maßnahmen ergreifen, vom Präsidium Auskunft über einzelne Vorgänge, Bericht über die finanzielle Lage des Vereins verlangen und Bücher, sowie Schriften des Vereins prüfen oder prüfen lassen.

    14.10 Der Verwaltungsrat hat außer den sonstigen in der Satzung genannten, die folgenden Aufgaben:
    14.10.1 Er berät das Präsidium in allen wichtigen wirtschaftlichen Angelegenheiten,
    14.10.2 ihm obliegt die Genehmigung des jährlichen Wirtschaftsplanes; Überschreitungen auf der Ausgabenseite bedürfen seiner vorherigen Zustimmung,
    14.10.3 er bestellt den Abschlussprüfer,
    14.10.4 er stellt den vom Präsidium aufzustellenden und von einem Abschlussprüfer zu prüfenden Jahresabschluss fest. (…)

    Unvermögen versus Absicht
    Wer angesichts der Machtfülle des Verwaltungsrates und des fixierten Anforderungsprofils seiner Mitglieder von Versagen redet, verkennt vollkommen die Situation. Das unterstellte Unvermögen kristallisiert sich angesichts dieses Ausmaßes quasi von alleine als „hemmungslose Zockerei ohne jede Spur von Verantwortungsbewusstsein“ und somit letztlich als pure Absicht und eiskalte Kalkulation heraus. Über Jahrzehnte hinweg konnte genau so, „auf die ganz schräge Tour,“ die Stadt Aachen fortwährend erpresst werden und jetzt muss nach Auffassung der Vereinsführung halt irgend ein anderer „Armleuchter“ gefunden werden, der die Zeche zahlt. Allerdings unterscheiden sich die „Aasgeier“ in freier Wildbahn deutlich von den völlig untalentierten „Möchtegernen“ im Rathaus, so dass die „schräge Nummer“ eines anteiligen Verkaufs längst noch nicht in trockenen Tüchern ist.

    „ticktack … ticktack … ticktack …“
    Ab sofort können es alle hören: Die Uhr tickt und das Totenglöcklein läutet auch schon wieder, – und wir spüren die in ihnen aufsteigende Angst, – da stehen sämtliche vorbereitenden Arbeiten für die kommende Spielzeit unter keinem guten Stern.

    Anhang folgt:

  7. Franz Wirtz // 19. Juni 2016 um 23:42 // Antwort

    „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Nein, ich schaue mir diese „frohe (Video-) Botschaft“ nicht noch ein zweites Mal an. Detailliertes Zahlenmaterial sollte wohl doch eher in einer einfachen Tabelle schriftlich zur Verfügung gestellt werden, möchte man vermeiden, dass zu vermutende 100 Fans und allgemein Interessierte sich jeweils einzeln und im Schneckentempo diese Ziffern mühsam aus einer Aufzeichnung heraus filtern müssen, um abschließend doch über uneinheitliche Zahlen zu streiten. Da der Vorstand sich überraschenderweise auskunftsfreudig gab, wäre eine Nachfrage diesbezüglich wahrscheinlich durchaus angebracht gewesen, schließlich gestaltet sich jedwede Form von Diskussion erheblich leichter, wenn allen dasselbe Zahlenmaterial zur Verfügung steht. Erkenntnisreich wird die jetzt einsetzende Diskussion spätestens dann, wenn dem Berichtsjahr vergleichsweise die Zahlen des Vorjahres gegenübergestellt werden. Echten Fans wird es relativ leicht fallen, den Veränderungen auf dem Papier, die zugehörigen tatsächlichen Geschehnisse im Verein zu zuordnen.

    Sie sind schon wieder am Ende
    Die Kernbotschaft habe ich allerdings trotzdem verstanden: Sie sind schon wieder am Ende, und zwar restlos. Zwei Millionen Euro Minus in den letzten beiden Jahren zuzüglich weiterer 400.000 Euro als zu erwartendes Minus für die kommende Spielzeit. Dass man bereits mit einem kalkulierten Minus plant, belegt mit welch selbstverständlicher Arroganz – „Zehn Prozent sind Usus,“ – grundsätzlich hantiert wird. An der Krefelder Straße regiert der Wahnsinn. Ich habe es zwar selbst schon hunderte Male geschrieben, bin aber doch immer wieder auf’s Neue entsetzt, wenn sich übelste Befürchtungen derart simpel bestätigen. Diese Vereinsführung braucht keinen Investor, den es ohnehin nicht einmal ansatzweise gibt, diese Vereinsführung braucht einen Vormund, „… denn sie wissen nicht, was sie tun.“

    Während die Fans in verschiedenen Foren darüber philosophieren, ob ein anteiliger Verkauf der „Seele“ ihres Klubs ethisch zu vertreten ist, beziehungsweise ob sich dies kaufmännisch überhaupt rechnet, reitet diese Chaos-Truppe sehenden Auges „im gestreckten Galopp“ schnurstracks in den nächsten Abgrund. Das gebotene Zahlenmaterial ist niederschmetternd, der momentane Wert des Vereins tendiert gegen Null und die einzig mögliche Zukunftsperspektive ist im Bereich von „Lottospielen“ angesiedelt.

    Eine Symphonie des Grauens
    Arena-11 ist gar nicht (mehr) interessiert, erfahren wir so beiläufig. Ob sie überhaupt jemals interessiert waren, darüber dürfen wir alle beliebig spekulieren. Auch darüber, ob überhaupt schon Irgendwer jemals ernsthaft interessiert war, und wenn ja, woran? Laut den Aussagen von Vorstandsmitglied Horst Reimig war Simon Rolfes somit lediglich der Erste der angeblichen Interessenten, die bereits beim „ersten Blick“ in die Unterlagen auf die Frage: „Alemannia? – Nein Danke!“ gesagt haben.

    Die Retter sollen nicht retten, sie sollen ausschließlich zahlen!
    Bevorzugt werden, so die markante Botschaft, „Investoren mit viel Geld und wenig Sachverstand“ während die umgekehrte Version zuviel angestrebte Einflussnahme (Beispiel 1860 München) vermuten lässt und ganz eindeutig eine „abtörnende Wirkung“ auf die momentan Agierenden hat. Die Pro-Investor-Gruppe der Alemannia-Fans, die sich einen entscheidenden Kompetenz-Zuwachs in der Führungs-Etage des Traditionsvereins erhofft hatte, trägt diesen taktischen Winkelzug hoffentlich mit Fassung und nimmt ihn entsprechend aufmerksam zur Kenntnis.

    „Nessie“ ist wieder aufgetaucht
    War der verbliebene, ohnehin undurchsichtig erscheinende Investoren-Kreis bereits als „leicht zwielichtig“ eingestuft worden, erhält der neue, nur noch vage angedeutete Personenkreis zwangsläufig eine Aura wie Nosferatu und die Spekulation über dessen tatsächliche Existenz erreicht einen Wahrscheinlichkeitsgrad, wie in den 70ern das „Ungeheuer von Loch Ness.“

    Arena-11 oder Zirkus Hopplahopp?
    Dummerweise verschärft diese „unfrohe Botschaft“ die Gegensätze der beiden Fan-Lager: Die Traditionalisten sehen ihren ohnehin eingeforderten Sparkurs mehr als bestätigt während die Pro-Investoren-Gruppe, aufgrund der erdrückenden Ausweglosigkeit, umso mehr den Klub schnellstmöglich „verramschen“ möchte. Dass man unter derartigen Bedingungen allerdings kein auch nur halbwegs zufriedenstellendes Ergebnis erwarten darf, dürfte selbst ihnen, langsam aber sicher und auch wenn’s weh tut, immer mehr bewusst werden.

    Was, wenn nicht?
    Ausnahmslos alle vorher mühsam erbettelten Zahlen und Fakten zerplatzen wie eine Seifenblase. Die Anwälte von Arena-11 haben Einblick in die Bilanzen genommen, obwohl diese, wie wir jetzt wissen, niemals ein ernsthaftes Interesse bekundet hatten. Der Schatzmeister der Alemannia, Horst Reimig, ging bekanntlich noch kürzlich davon aus, dass zeitnah ein Angebot der Gruppe oder von Investoren aus deren Reihen erfolgen wird, „wie das unter seriösen Geschäftsleuten so verabredet ist“.

    Was, wenn nicht? Dann wird’s sehr schnell sehr eng und anstatt der betonten „seriösen Geschäftsatmosphäre“ dürfen die Verantwortlichen die Atmosphäre aller alternativen „Floh- und Trödelmärkte“ kennenlernen. Der nächst gelegene ist immerhin „gerade ums Eck.“

    Wo war der Verwaltungsrat des eingetragenen Vereins?

    § 14 Verwaltungsrat (Auszug)

    14.1 Der Verwaltungsrat besteht aus 9 Mitgliedern, deren Mehrheit aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit hinreichende Erfahrung in wirtschaftlichen Angelegenheiten haben. Seine Zusammensetzung ergibt sich aus § 15.10. (…)

    14.6 Der Verwaltungsrat kontrolliert die Wahrnehmung der Vereinsaufgaben durch das Präsidium. Er kann hierzu alle ihm sachdienlich erscheinenden Maßnahmen ergreifen, vom Präsidium Auskunft über einzelne Vorgänge, Bericht über die finanzielle Lage des Vereins verlangen und Bücher, sowie Schriften des Vereins prüfen oder prüfen lassen.

    14.10 Der Verwaltungsrat hat außer den sonstigen in der Satzung genannten, die folgenden Aufgaben:
    14.10.1 Er berät das Präsidium in allen wichtigen wirtschaftlichen Angelegenheiten,
    14.10.2 ihm obliegt die Genehmigung des jährlichen Wirtschaftsplanes; Überschreitungen auf der Ausgabenseite bedürfen seiner vorherigen Zustimmung,
    14.10.3 er bestellt den Abschlussprüfer,
    14.10.4 er stellt den vom Präsidium aufzustellenden und von einem Abschlussprüfer zu prüfenden Jahresabschluss fest. (…)

    Unvermögen versus Absicht
    Wer angesichts der Machtfülle des Verwaltungsrates und des fixierten Anforderungsprofils seiner Mitglieder von Versagen redet, verkennt vollkommen die Situation. Das unterstellte Unvermögen kristallisiert sich angesichts dieses Ausmaßes quasi von alleine als „hemmungslose Zockerei ohne jede Spur von Verantwortungsbewusstsein“ und somit letztlich als pure Absicht und eiskalte Kalkulation heraus. Über Jahrzehnte hinweg konnte genau so, „auf die ganz schräge Tour,“ die Stadt Aachen fortwährend erpresst werden und jetzt muss nach Auffassung der Vereinsführung halt irgend ein anderer „Armleuchter“ gefunden werden, der die Zeche zahlt. Allerdings unterscheiden sich die „Aasgeier“ in freier Wildbahn deutlich von den völlig untalentierten „Möchtegernen“ im Rathaus, so dass die „schräge Nummer“ eines anteiligen Verkaufs längst noch nicht in trockenen Tüchern ist.

    „ticktack … ticktack … ticktack …“
    Ab sofort können es alle hören: Die Uhr tickt und das Totenglöcklein läutet auch schon wieder, – und wir spüren die in ihnen aufsteigende Angst, – da stehen sämtliche vorbereitenden Arbeiten für die kommende Spielzeit unter keinem guten Stern.

    PS:
    Die frohe Botschaft
    https://www.facebook.com/derFriedrichAC/

    PPS:
    Der riesige Spezialbau
    Als besonders gefährdete „Triebtäter“ habe ich häufig schon auf die Doppelagenten hingewiesen, die einerseits im Rat der Stadt Aachen vertreten sind und andererseits ein verantwortliches Amt im Verein ausüben. Erst jetzt fiel mir auf, dass es sogar Dreifach-Täter gibt, die zusätzlich auch noch in den Gremien der „Aachener Stadion Beteiligungs GmbH“ (ASB) auftauchen.

    Tivoli-Personal kostet mehr als eine halbe Million Euro
    http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/tivoli-personal-kostet-mehr-als-eine-halbe-million-euro-1.1301425

    Auszug: Doch was die Grünen kritisieren, ist für den Aufsichtsratsvorsitzenden Heiner Höfken (SPD) alles andere als überraschend. „Das ist ein ganz normaler Wirtschaftsplan, so wie erwartet“, betont er. In ihm sei all das nachzulesen, was der Rat bereits vor dem Kauf des Tivoli diskutiert habe. „Dass uns das Stadion zwei bis zweieinhalb Millionen im Jahr kostet, wussten wir vorher“, sagt er.

    Und während die Grünen eine „eher aufgeblähte Selbstverwaltung des Stadions“ anprangern, bewertet Höfken den Personalbestand für das Stadion als „mehr als schmal“. Es handle sich immerhin um einen riesigen Spezialbau, der verwaltet und bewirtschaftet werden muss – auch wenn der eigentliche Hauptdarsteller, die Alemannia, nur in der vierten Liga spielt. (…)

    PPPS:
    Aus dem Archiv, aber „forever young“:

    Michael Mönig (Rechtsanwalt):
    „Es muss jetzt ganz schnell Geld aufs Alemannia-Konto kommen, damit die Saison zu Ende gespielt werden kann. Nur so kann die Rettung gelingen.“

    Nur zur Erinnerung:
    Alemannia reicht Drittliga-Lizenz ein
    http://www.reviersport.de/325160—aachen-alemannia-reicht-drittliga-lizenz.html

    Alles nur geklaut:
    „Klömpchensclub? Das war einmal. Man bekommt das Gefühl, dass der Verein immer mehr zum Spielball für Hasardeure, Profilneurotiker und Zocker wird. Wäre ich Dienstleister für Alemannia Aachen, dann nur noch gegen Vorkasse. Nicht nur ein Simon Rolfes verliert die Lust an diesem Verein, der einmal das Aushängeschild der Stadt Aachen war. Zum Kotzen!“

  8. Franz Wirtz // 19. Juni 2016 um 23:32 // Antwort

    Muss man sich Moral leisten können? …

    Eine Protz-Immobilie zum Verschenk-Tarif lockt zwangsläufig „Aasgeier“ an.
    Einige Fans fühlen sich gebauchpinselt. Nachdem ihr Klub, und sie mit ihm, jahrelang immer tiefer gesunken sind und jetzt endgültig in der Versenkung zu verschwinden drohen, erliegen sie der Illusion, ihr Verein wäre trotz alledem, für wen auch immer, immer noch wichtig. Viele träumen anscheinend davon, man könne durch das Einschalten eines Investors quasi eine Reset-Taste drücken und „schwuppdiwupp“ hat der Klub sich seiner dunklen Vergangenheit entledigt und findet sich in der 2.Bundesliga wieder.

    Ein Investor möchte durch sein finanzielles Engagement entweder einfach nur Gewinne erwirtschaften oder er verfolgt dasselbe Ziel eher indirekt, indem er den Verein taktisch für sich arbeiten lässt, um an anderer Stelle Vorteile abzugreifen. In jedem Fall wird der Verein zumindest teilweise entmündigt und es entsteht zwangsläufig der Eindruck eines „Etikettenschwindels“.

    Stellvertretend für so viele Argumentationen, die einen Einstieg einer Investorengruppe für unverzichtbar halten, nachfolgendes Beispiel einer veröffentlichten Meinung im Alemannia-Forum auf an-online:

    19.06.16 – 15:26 Uhr sauerlandalemanne
    Tag allerseits, bevor das forum mangels Benutzung eingestellt wird, hier eine kleine Einschätzung von mir : Wenn es den Verantwortlichen nicht gelungen ist, trotz eines Spitzenplatzes in der Zuschauerstatistik schwarze Zahlen zu produzieren, sollte das komplette Zahlenwerk von ausgebufften Profis durchgesehen werden – das kann ja wohl nicht wahr sein, was ich da nach meinem Urlaub lesen durfte. In jedem Falle ist eine turbulente MV mit vielen kritischen Fragen zu erwarten, bin mehr als gespannt, wie das erneute Finanzloch erklärt wird. Die Position gegenüber der Stadt stärkt das gewiss nicht, ich tippe mal, dass man dem aktuellen Vorstand die Entlastung verweigern könnte.

    Man könnte, falls man gegen soviel „Argumentation“ überhaupt anstinken möchte, dagegen halten: Außer der originellen Vermutung, dass derart nebulös geschilderte Investoren, deren Namen niemand kennt, „ausgebufft“ sind, weis man absolut nichts. Die berechtigte Annahme, dass die Gruppe „XY“ Geld „verdienen“ möchte, ist bereits alles, was den Verfasser zu der rattenscharfen Schlussfolgerung veranlasst, dass der Traditionsverein sich ihnen ausliefern muss.

    Geld verdienen kann man, angefangen mit „ehrlicher Arbeit“, mit noch anderen tausendfachen Unterfangen. Warum bevorzugt die ausgebuffte Gruppe „XY“ ausgerechnet die Alemannia hierfür? Falls wie vorgeschlagen unbedingt diese Ausgebufften dafür benötigt würden, dass komplette Zahlenwerk durchzusehen, würde ich widersprechen wollen und darauf setzen, dass diese Zahlen ohnehin schon von jedem Vereinsmitglied vollständig verstanden und auch richtig eingeordnet wurden. Selbst die Vorstandsmitglieder wissen ausnahmslos alle, was sie da wieder einmal produziert haben.

    Schwierige Entscheidung: „Blöd“ – „doof“ – oder einfach nur „anders“?
    Weil die einen „relativ doof“ sind, beweist das nicht, dass die anderen auch nur ansatzweise besser wären. Die Anderen sind sehr wahrscheinlich „anders“, unter Umständen aber noch „doofer“ oder derart „anders,“ dass einige Fans sich eventuell noch fragen werden, wie konnten wir nur so „blöd“ sein, Anteile unseres Vereins zu verhökern?

    Gut, – besser, – ausgebufft?
    Welche Charakterzüge darf man als unverzichtbar vermuten, um sich ein scheinbar herausragendes Qualitätsmerkmal wie „ausgebufft“ zu verdienen? Ich fürchte, das Problem liegt tiefer: Ein Teil der Fans bemerkt nicht, dass sie mit ihren Anforderungen immer tiefer sinken und mittlerweile schon, was die Moral angeht, auf dem Niveau rauschgiftsüchtiger Stricher angekommen sind. Solch bedauernswerten Randgruppen der Gesellschaft haben, aufgrund ihrer Abhängigkeit und mangels jedweder Perspektive, jeden eigenen Anspruch an sich selbst abgelegt und versuchen auf diese Art einfach zu überleben. Dass die Fans ihr Verhalten damit gutheißen, weil sie „demnächst garantiert wieder aus dem Dunkel ins Licht geführt werden und selbstverständlich alle gemachten Schulden mit Zins- und Zinseszins zurückerstatten können,“ entspricht der gleichen Logik, wie die Hoffnung der Rauschgiftsüchtigen, „morgen mit dem ganzen Scheiß‘ wieder aufhören zu können.“

    Sie ertrinken förmlich in ihrem Selbstmitleid
    Für die Not von Rauschgiftsüchtigen kann ich ohne weiteres tiefes Mitgefühl aufbringen, während mir das Wehklagen einiger Alemannia-Fans vergleichsweise albern vorkommt. Bei näherer Betrachtung entpuppt sich deren Gejammer als pures Selbstmitleid.

    PS:
    Alles nur geklaut:
    B. Trüger („Veteran“ im Alemamnia-Brett-Forum): „Klömpchensclub? Das war einmal. Man bekommt das Gefühl, dass der Verein immer mehr zum Spielball für Hasardeure, Profilneurotiker und Zocker wird. Wäre ich Dienstleister für Alemannia Aachen, dann nur noch gegen Vorkasse. Nicht nur ein Simon Rolfes verliert die Lust an diesem Verein, der einmal das Aushängeschild der Stadt Aachen war. Zum Kotzen! – Ich habe fertig.“

  9. Franz Wirtz // 13. Juni 2016 um 15:41 // Antwort

    „Gnothi seauton“ – „Erkenne Dich selbst“

    „Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung,“ sagt man, aber auch „die längste Reise ist die Reise nach innen.“ Am Beispiel der Alemannia kann man allerdings erkennen, dass die viel gepriesene Selbsterkenntnis durchaus auch mit einer Überraschung enden kann:

    „Spieglein, Spieglein an der Wand …“

    „Die Alemannia gehört in die Bundesliga!“ – Mehr braucht es nicht an „Argumentation,“ um sich des Beifalls der Fans sicher zu sein. Spätestens wenn man sich in einem außergewöhnlichen Anfall von Bescheidenheit mit dieser Aussage auf die 2.Bundesliga reduziert, existieren endgültig keinerlei Zweifel mehr. Angesichts der Geschehnisse der letzten zehn Jahre wären die allerdings mehr als angebracht, schließlich wurde der Traditionsklub nicht von einem Schicksalsschlag heimgesucht, er hat sich freiwillig und aus freien Stücken selbst in die Bredouille gebracht. Folgt man den Beiträgen in den Fan-Foren liest man allerdings, dass ausschließlich „böse Mächte“ in Form von „größenwahnsinnigen Politikern“, „hinterhältigen Geschäftsführern“, „überforderten Vereinspräsidenten“ und „völlig nutzlosen Kontrollgremien“ den Klub und mit ihm die wehrlosen Mitglieder ins Unglück gestürzt haben. Dieses tiefsitzende Gefühl, erstaunlicherweise aller Beteiligten, der eigenen Unschuld und des erlittenen Unrechts ist wohl auch notwendig um die Kaltschnäuzigkeit auch nur annähernd zu verstehen, die es braucht, jetzt den direkten Wiederaufstieg, quasi „per Fahrstuhl“ mittels fremder Geldmittel, in die Profi-Ligen einzufordern.

    „Knapp daneben ist auch vorbei“

    http://www.ig-alemanniafans.de/2016/05/thema-investor/

    Auszug: Zur Zeit favorisiert der Alemannia Aufsichtsrat Chef Dr. Christian Steinborn das Modell Arena11. Diese soll mit 5 Millionen Euro einsteigen, und dafür im Gegenzug Alemannia Anteile der GmbH erwerben. Die “Seele” will man aber nicht verkaufen, so der AR-Chef. (…)

    Der Vorstand der Fan-IG empfiehlt den Alemannia-Mitgliedern, keiner Vereinbarung zuzustimmen, die einen Verkauf von mehr als 24,9% der Anteile an der GmbH vorsieht. …

    Die Identität der Alemannia, symbolisiert durch Name, Vereinsfarben und Wappen, muss unangetastet bleiben. (…)

    Bloße Symbolik ersetzt keinen Mangel an Identität
    Die Forderung, „die Identität der Alemannia, (…), muss unangetastet bleiben,“ wurde angesichts vieler Beiträge in den Fan-Foren dahingehend untergraben, da verräterischerweise überhaupt kein einheitliches Bild einer eigenen Identität existiert. Die Diskussion um einen möglichen Verkauf der „Seele“ des Klubs brachte und bringt auch immer noch erkennbar viele Fans, zumindest vorübergehend, in arge Argumentationsnot, sie konnten mit diesem Begriff im Zusammenhang mit dem Klub absolut nichts anfangen. Ein paar „ganz Fortschrittliche“ faseln sogar davon, dass die letzten „Traditionalisten“ ganz einfach die Zeichen der Zeit (noch) nicht verstanden hätten und prognostizieren eine Fußball-Zukunft, die ohne Investoren überhaupt nicht mehr vorstellbar sei. Der Name, die Vereinsfarben und das Vereinswappen sind jedenfalls lediglich äußere Gestaltungsmerkmale einer bloßen Symbolik, ohne von den Vereinsmitgliedern getragene „innere Werte“ sind sie völlig wertlos. Insofern liefert die aktuelle Diskussion unverhofft einen vertieften Einblick in die gegebene Fankultur und relativiert die angebliche „Liebe zum eigenen Verein“ in Teilbereichen auf eine „Freundschaft mit gemeinsamer Freizeit“.

    Zukünftig der Mündel von Firma XY oder von Pahlgruber & Söhne?

    Ähnlich fragwürdig wie die Diskussion um Vereinssymbole ist die Diskussion um die Größenordnung der zu veräußernden Anteile. Der Verein ist jetzt schon nicht vollständig frei und uneingeschränkt handlungsfähig, die Stadt Aachen als Vermieter und genötigter Zwangs-Sponsor und Michael Kölmel als Gläubiger sitzen auch heute schon, zumindest gedanklich, immer mit am Tisch. Ein Ausbau der fremdgesteuerten Interessen ist unter diesen Umständen nur schwer vorstellbar, jedenfalls solange die Alemannia ihr Dasein zukünftig nicht ausschließlich als Mündel von „Pahlgruber & Söhne“ frusten möchte. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass die in Rede stehenden Ertrags-Summen zu niedrig sind, um die erhoffte Verwertung in Form eines sportlichen Aufstiegs garantieren zu können.

    Solange die Vereinsführung nicht hinreichend belegen kann, wieso 5,5 Millionen € für einen Viertligisten nicht ausreichen, erscheint eine Zustimmung der Mitglieder zugunsten eines Investors als eher unwahrscheinlich. Die zu erwartende und längst überfällige Diskussion auf der ordentlichen Jahreshauptversammlung hinsichtlich aller Einnahmen und Ausgaben verspricht in jedem Falle einen außergewöhnlich hohen Unterhaltungswert.

    PS:
    „Ein teueres Darlehen“

    http://www.taz.de/!5045301/

    Die Vereine versuchen sich gerade in erfolgreichen Zeiten freizukaufen. Als Düsseldorf nach seiner Bundesligasaison das Darlehen bis zum Sommer 2013 ablöste, wurde bekannt, dass den Verein das ursprüngliche Darlehen von 15 Millionen DM insgesamt rund 30 Millionen Euro gekostet haben wird. (…)

    PPS:
    Entweder / oder
    Pahlgruber & Söhne / Firma Heinzelmann / Allgemeine Hannoversche Lebens- und Krankenversicherung GmbH

  10. Franz Wirtz // 27. Mai 2016 um 15:45 // Antwort

    @TE

    Lieber reich und gesund als arm und krank …

    Entschuldigung, aber Deine Antworten und Anregungen klingen verdächtig einfach und einfach „zu gut“, um der verfahrenen Situation der Alemannia gerecht zu werden.

    1. „Das Modell Freiburg“ – Das bloße Benennen von etwaigen Vorbildern führt leider nicht unmittelbar zu einer einzigen Veränderung im heimischen Klub. Jeder, der sich um ein Spitzenamt in einem Sportverein bewirbt, muss (s)ein umfassendes Grob-Konzept bereits in der Tasche haben. Er muss den Klub und dessen Vergangenheit ebenso kennen, wie die momentane Mitgliederstruktur und das wirtschaftliche Umfeld. Hinsichtlich der Vermarktung muss er nicht nur eine Idee haben, wie und wo er als Bittsteller auftreten könnte, er muss geradezu beseelt sein von der Vorstellung, wie er seinen Verein garantiert wieder nach vorne bringt und zunehmend stabilisiert.

    Die momentane Führungsriege erfüllt nach meinem Eindruck nicht einmal ansatzweise diese Voraussetzungen. Diese Truppe wusste allerdings genau, wie man die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung (JHV) unter Druck setzt, um ihre verabredete „geschlossene Gesellschaft“ durchzudrücken. Wer aufmerksam zugehört hat, konnte es erahnen: „Aufgrund der problematischen „Finanziererei“ müsse schnellstmöglich der Sprung in die dritte Liga geschafft werden“. (…) äußerte sich Wolfgang Hammer unmittelbar nach seiner Wahl auf der letzten JHV. Das ist nicht anderes als das alternativlose Konzept einer „Flucht nach vorne“, deren vielfältige fatale Auswirkungen die staunenden Mitglieder in den letzten Jahren leidvoll erfahren mussten.

    2. „Wichtig sind gute Leute und Ideen“. – Schöner Gedanke, ein wenig konkreter sollte es dann aber doch schon sein. Eine unumstrittene Grundidee bei einem Fußballklub dürfte sein, – mehr Tore zu schießen als der Gegner. Der nächste Gedanke gilt auch noch als unstrittig, – man benötigt möglichst viele gute Spieler. Spätestens bei der Entscheidung, ob man diese bevorzugt selbst aus dem eigenen Nachwuchs heranführt oder lieber Top-Leute, gezielt von anderswo einkauft, ist es mit der Einigkeit in der Beurteilung allerdings vorbei und das liebe Thema Geld bestimmt beinahe ausschließlich alle weiteren Überlegungen.

    „Und dann kommen die Geldgeber, die daran glauben und es finanzieren“. – Ach was? Die Idee, dass ein Fußballklub selber „dran glaubt“ und sich entsprechend auch vollständig selbst finanziert, existiert demnach überhaupt nicht mehr? – Ich habe da so meine Zweifel und hoffe, ich stehe damit (noch) nicht gänzlich allein.

    3. „Das Ganze fängt mit den Vorständen an, hier entsteht die Initialzündung. Es geht wohl darum, das hier ein für das Vorhaben „Proficlub“ notweniges Umfeld geschaffen werden muß“. – Aachens Traditionsverein mit seinen 116 Jahren an „bewegter Vergangenheit“ benötigt keine Initialzündung, bereits ein „konservativ“ und „seriös“ zu benennender Führungsstil würde vollkommen ausreichen, um eine gesicherte Zukunft zu gewährleisten. Das Umfeld, über das die Alemannia verfügt, ist vergleichsweise traumhaft. Augenblicklich in dem Moment, wo es auch nur ansatzweise wieder etwas zu feiern gibt, ist der Protzpalast wieder rappelvoll. Wie unseriös in den letzten Jahren mit Geld umgegangen wurde, ließ sich allein daran ablesen, dass der angeblich kalkulierte Zuschauerschnitt immer weit überschritten wurde und trotzdem ständig ein Minus in der Kasse entstand.

    „Als Außenstehender betrachtet wäre der nächste Schritt, starke Leute aus dem Profiumfeld Fußball einerseits sowie aus dem Umfeld Wirtschaft und Top Management zu gewinnen. Ohne eine veritable Verstärkung in diesen Bereichen wird es nicht gehen“. – Die Fans lassen sich in drei Gruppen einteilen: Die „normalen“, die „wahren“ und die „von sich selbst besoffenen“. Die zuletzt genannten fallen in den verschiedenen Foren zuverlässig dadurch auf, dass sie angesichts jeder schwierigen Lage immer zuerst den Rauswurf einzelner Spieler, anschließend die Änderung des Spielsystems, den Rauswurf des Trainers und zu guter letzt die gesamte Führungsriege „in die Wüste schicken“ möchten. Ich entnehme Deinen Äußerungen, dass Du ein ähnliches Konzept verfolgst und zunächst einmal alles Vorhandene „vor die Tür setzen“ möchtest? Zwangsläufig stellt sich die Frage: Wen oder Was sollen die Fans noch anfeuern? Sich selbst?

    Keine der drei genannten Fan-Gruppierungen, so meine Einschätzung, möchte auf der „Grünen Wiese“, bei Null, wieder gänzlich neu anzufangen. Für jeden Traditionsverein stellt eine Kernsanierung demnach eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe dar, aber der erste und wichtigste Grundgedanke muss die Zuversicht auf das eigene Leistungsvermögen sein und nicht die Absicht, den Verein ganz oder teilweise zu verhökern oder alternativ, die Stadt Aachen bis zum St.Nimmerleinstag weiter zu erpressen.

  11. Das Modell Freiburg (und nicht Union Berlin) ist für eine Stadt wie Aachen geradezu ein Musterbeispiel, wie es gut gehen kann. Und zwar nachhaltig.

    Dazu muß allerdings alles von vorne angepackt werden, wir bei einem kleinen Unternehmen, das man aufbauen will. Wichtig sind gute Leute und Ideen, wie man es besser machen kann als der Wettbewerb. Und dann kommen die Geldgeber, die daran glauben und es finanzieren.

    Das Ganze fängt mit den Vorständen an, hier entsteht die Initialzündung. Es geht wohl darum, das hier ein für das Vorhaben „Proficlub“ notweniges Umfeld geschaffen werden muß. Als Außenstehender betrachtet wäre der nächste Schritt, starke Leute aus dem Profiumfeld Fußball einerseits sowie aus dem Umfeld Wirtschaft und Top Management zu gewinnen. Ohne eine veritable Verstärkung in diesen Bereichen wird es nicht gehen.

  12. Christian // 17. Mai 2016 um 14:45 // Antwort

    Top, Aue!

  13. Hardy Adelt // 17. Mai 2016 um 13:29 // Antwort

    Keine Angst vor Naivität!
    Es musste ja bei der Alemannia «professionell» zugehen. Alles vom scheinbar Feinsten! Ordnungshüter hoch zu Ross vor dem Postkasten, Security am Drehkreuz, Security für die Security dahinter und Plastikgeld für den Schlag Mostert an der Wurscht. Professionell, unerfahren professionell ist das auch wenn ich überzeichne. Aus den Familientagen wurden Modenschauen, Event-Stimmung für die gleichnamige Hopper. Und als Reiner Plaßhenrich sein letztes Tor für die Alemannia gesetzt hatte (2:0 Trier, Alter Tivoli), waren damals schon die Handys neben mir beim nächsten Event.
    Es war richtig, über eine neue Spielstätte nachzudenken. Die Erfolge waren ja da, die einmalige Gelegenheit zu nutzen war zwingend um nicht wie seit 1963 der Entwicklung weiter hinterher laufen zu müssen. Die Serie der Standard-Neustadien begann imo in Rostock und setzte sich vielfach fort. Sollte Aachen da nicht auch dabei sein?
    Ja, natürlich. Aber die so einzigartige Volksnähe ging der Alemannia mit dem alten Tivoli nun deutlich spürbar verloren.
    Mir hat der Jupp noch augenzwinkernd eine Wurst für ne Mark bei einem dieser von mir gern besuchten Familientage verkauft. Ein paar Luftballons wurden aufgeblasen und die Alemannen dahinter waren Menschen zum «anspaßen». Professionell eben, menschlich professionell war das. Und das ging zurück lange bevor die Bagger anrückten. Heute finde ich 500 km südlich im Breisgau ein Beispiel dafür, wie volksnah sich die Alemannia geben sollte.
    Das kostet nicht viel, braucht aber eine Menge Ideen und ist die Alternative, auf die ich aufmerksam machen möchte.
    Noch ist die Alemannia die(!) Institution in Aachen in Sachen Sport. Und das wird so lange so bleiben wie der Papp noch mit dor Jong zur Alemannia geht.
    Verankerung in der Öcher Bürgerseele über Generationen hinweg ist das was Sponsoren anzieht. Nichts anders. Und wo die Erste gerade spielt, ist nicht Sache eines Investors, es ist egal.

  14. Franz Wirtz // 17. Mai 2016 um 13:22 // Antwort

    Alarmstufe: Gelb – „Die Mutanten kommen!“

    Was der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband e.V. unter „fairem Wettbewerb“ versteht, war mir bislang schon immer völlig schleierhaft, schließlich treffen innerhalb (s)einer als „Amateurliga“ bezeichneten Regionalliga lupenreine Feierabendtruppen auf vollständig mit Voll-Profis besetzte Kader. Jetzt könnte es noch schlimmer kommen: Macht die Alemannia „die Beine breit“ und verkauft tatsächlich „für ’n Appel und ’n Ei“ Vereins-Anteile an einen oder mehrere in Rede stehende Investoren?

    „Heinrich! Mir grauts vor dir.“
    Bisher waren es die öffentlichen Steuergelder, die mir missfielen, zukünftig kommen eventuell einige Investoren-Millionen noch obendrauf. Was kommt dabei heraus, wenn ein heruntergekommener Traditionsverein sich mit bloßer Geldgier paart? Wahrscheinlich ein Retortenbaby, welches als „Mirgrautvornix“ garantiert viel Anklang bei den gegnerischen Fans findet.

    Siegen allein reicht nicht, auch auf das „wie“ kommt es an
    Bei allem Verständnis für die Zuneigung zum eigenen Verein, Sport basiert generell auf fairem Wettbewerb. Ein herausragendes Beispiel liefert aktuell die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft (DTM). Um den Wettbewerb 2016 noch spannender zu gestalten haben die Verantwortlichen gleich mehrere Regeländerungen beschlossen. Ziel ist, die fahrerischen Leistungen noch mehr in den Fokus zu stellen. Um den Performance-Rückstand eines Wettbewerbers (BMW) auszugleichen, darf dieser mit weniger Gewicht und einem breiterem Heckflügel antreten. Auch wenn sich ein solch außergewöhnliches Vorbild nicht 1:1 auf den Fußballsport übertragen lässt, kann es auch Fußballfans daran erinnern, worauf es im Sport wirklich ankommt.

    „Arschloch-Wixer-Hurensohn“
    Wer ganz unten, auf dem Platz, „Fair Play“ fordert, kann nicht in der Vorstandsetage das genaue Gegenteil davon vorleben und bevorzugt den „dicken Max markieren“, umso mehr, falls er sich ohnehin nur mit fremden Federn schmückt. Der Verein täte gut daran, sich von seinem ehemaligen Proleten-Image zu verabschieden und generell einen echten Neustart zu wagen. Das Allerletzte, was man dazu benötigt, sind Ungeduld und unberechenbare Investoren.

    PS:
    DTM: FAHRER STÄRKER IM MITTELPUNKT
    http://www.dtm.com/de/news/reglement-2016-steht-fahrer-st-rker-im-mittelpunkt-2016-04-08.html

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  1. In eigener Sache – Ueberdachte – Alemannia Aachen Fanzine
  2. Führungspersönlichkeiten sind gefragt – nicht nur Geld – Ueberdachte – Alemannia Aachen Fanzine

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