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Aufgaben für die Winterpause

Ausblick

Am Tivoli steht viel Arbeit bevor. Es brennt an allen Ecken und Enden. Das muss sich verändern bei Spielern, Fans und Aufsichtsrat.

tivoli

Von Tim Habicht

Die Mannschaft: Das Herzstück jedes Vereins ist seine Mannschaft. Fans von Alemannia Aachen standen und stehen immer hinter den Spielern, die den Adler auf der Brust tragen. Nach den vergangenen Wochen ist die Situation zwischen Fans und Mannschaft aber merklich angespannt. Beim letzten Heimspiel des Jahres wurden die Spieler mit Pfiffen empfangen. Diese quittierten dies nach dem Abpfiff damit, dass sie direkt vom Feld in die Kabinen gingen. Alexander Klitzpera schickte die Mannschaft später wieder raus zu den Fans.

Man sah der Mannschaft die Verunsicherung nach dem Abpfiff an. Wie geht man auch schon als Spieler damit um, wenn die komplette Mannschaft trotz Sieges ausgepfiffen wird? Das war für die Akteure auf dem Feld keine leichte Situation.

Aber ist das aktuelle Team ein Verbund von Meuterern? Sind die Spieler, die in der vergangenen Saison nach leidenschaftlichen Begegnungen gefeiert wurden, plötzlich charakterlose Egoisten? Keiner der Außenstehenden kann auf diese Fragen antworten. Was hinter den Kulissen passiert ist, wissen nur die Beteiligten selber. Die Spieler aber basierend auf Vermutungen und Gerüchten derart an den Pranger zu stellen, ist schon heftig. Der Frust der Fans auf der Tribüne ist jedoch auch nachvollziehbar.

Nach drei Abstiegen in Folge, einer Insolvenz und einem Neuanfang in der Regionalliga West, schienen alle Tiefpunkte durchlaufen. Die Umstände, unter denen Christian Benbennek die Krefelder Straße verließ, waren aber wohl ein weiterer trauriger Höhepunkt der Alemannia-Geschichte. Diesen Ärger müssen auch die Spieler verstehen. Der Ärger entlud sich beim Heimspiel gegen Ahlen. Das liegt aber vor allem daran, dass sich die Alemannia-Fans um ihren Herzensklub sorgen.

Schon in der vergangenen Spielzeit war immer die Rede davon, was in Aachen alles möglich ist, wenn die Truppe auf dem Rasen erfolgreich spielt beziehungsweise wenn sie alles in die Waagschale wirft und Leidenschaft zeigt. Die Zuschauer strömten zum Tivoli und unterstützten ihre Mannschaft euphorisch.

Demut und Teamgeist, der die Mannschaft in der vergangenen Saison so stark gemacht hat, müssen im kommenden Jahr an den Tivoli zurückkehren. Leidenschaft und Einsatz müssen auf dem Rasen zu sehen sein. Die sportliche Klasse der Leistungsträger der vergangenen Saison kann nicht plötzlich verloren gegangen sein. Aber derzeit spielen viele Alemannen für sich – bewusst oder unbewusst. Denn die sportliche Verunsicherung ist nach dem Zick-Zack-Kurs der vergangenen Monate zu sehen. Hier muss der neue Trainer ansetzen.

Der Trainer: Egal, wer der neue Trainer am Tivoli wird, er hat eine Mammutaufgabe vor sich. Die Mannschaft scheint sportlich verunsichert und ohne großes Selbstvertrauen auf dem Feld. Außerdem wirken manche Spieler oftmals ab der 70. Minute platt. Erstaunlich vor allem, dass die Amateurspieler von Rot Weiss Ahlen in der Endphase des Spiels am vergangenen Samstag im Gegensatz zu den unter Profi-Bedingungen trainierenden Alemannia-Spielern noch eine Schippe drauflegen konnten.

Auf dem Winterfahrplan des Trainers stehen also gleich mehrere zentrale Aufgaben. Zunächst muss sich der Coach aller Voraussicht nach selbst in Aachen akklimatisieren. Er beginnt seine Laufbahn in einem mehr als chaotischen Umfeld und muss eine angeschlagene Mannschaft wieder auf Vordermann bringen sowie ein passendes Spielsystem finden. Im Fokus steht aber: Trainer und Spieler müssen zur Einheit werden.

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2 Kommentare zu Aufgaben für die Winterpause

  1. Vielleicht kann man sich ja Anregung von anderen Vereinen holen, z.B. beim „FC:“ ein passendes Triumvirat als Präsidium holt ein professionelles Management, baut aktiv Vertrauen auf und zieht kräftige(re) und mehr Sponsoren an, gewinnt einen richtig guten Trainer, nach und nach kommen die passenden Spieler, die Zuschauer kommen usw.usw..

    Das Klavier hat viele Tasten, es kommt immer auf den Pianisten an!

    Viel Glück, Alemannia;-)

  2. Medikamentenausgabe // 14. Dezember 2015 um 15:00 // Antwort

    Alemannia wird noch ewig in dieser Horrorliga dümpeln, 🙂

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