Neueste Beiträge:

Der Gegner ist besser als sein Ruf

FC Wegberg-Beeck im Check

Die Alemannia steckt in einer Krise. Ein Sieg gegen das Schlusslicht könnte der Mannschaft helfen, wieder in die Spur zu finden. Aber Wegberg-Beeck hat sich gesteigert.

wegberg-beeck im check

Von Marcus Erberich

  • Die Mannschaft

Die Zeitungen verliehen dem Spiel Alemannia Aachen gegen den FC Wegberg-Beeck im Vorfeld den Ehrentitel „Derby“. Aber so richtig will keine Derbystimmung aufkommen, wenn man sich ansieht, dass beide Mannschaften im Ligabetrieb noch nie gegeneinander gespielt haben.

Überhaupt spielte die Alemannia erst achtmal gegen das gut 50 Kilometer entfernte Wegberg-Beeck, darunter vier Testspiele, drei Mittelrheinpokal-Begegnungen und ein Match im DFB-Pokal. Sieben Spiele entschied die Alemannia für sich, ein Test im Jahr 1998 endete 2:2 unentschieden.

Nun also gastiert der Aufsteiger erstmals wegen eines Punktspiels am Tivoli. Und trotz der Krise der Alemannia liegt die Favoritenrolle klar bei den Hausherren: Der FC Wegberg-Beeck hat aus seinen ersten elf Saisonspielen nur einen Punkt geholt und ist damit Letzter in der Tabelle. Auffällig ist zudem das beeindruckend miese Torverhältnis von 5:35 – sowohl im Angriff als auch in der Abwehr sind das die schlechtesten Werte der gesamten Regionalliga West.

Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass vor der Saison 16 neue Spieler zur Mannschaft stießen, nur drei davon aus der eigenen U19. Es ist nicht weiter verblüffend, dass sich im Kader der Gäste keine namhaften Spieler befinden. Am besten dürften Alemannia-Fans Sahin Dagistan kennen, der in der Saison 2014/2015 das Trikot der Alemannia trug, bevor er zurück nach Beeck wechselte.

  • Die Schlüsselspieler

Ein Tor durfte Dagistan seit seiner Rückkehr noch nicht bejubeln, dafür stand er bisher aber in neun Spielen auf dem Feld. Gegen seinen alten Arbeitgeber wird er doppelt motiviert sein, um zu beweisen, dass es ein Fehler war, ihn in der letzten Saison so selten einzusetzen. Obwohl er in einem Interview mit den „Aachener Nachrichten“ auch einräumte, nicht feiern zu wollen, sollte er am Freitagabend ein Tor schießen.

Bester Angreifer im Team ist Linksaußen Danny Richter mit zwei Toren – auf ihn sollte die Aachener Verteidigung ein besonderes Auge haben. Davon abgesehen lässt sich über die Stürmer des FC Wegberg-Beeck nicht viel sagen. Wie auch bei nur fünf geschossenen Toren aus elf Spielen?

Ein interessanter Spieler in den Reihen der Gäste ist jedoch Stefan Thelen. Der 23-jährige Verteidiger kam vor der Saison von der Eintracht Trier zum FC Wegberg-Beeck. In seinem Lebenslauf stehen unter anderem 44 Einsätze in der A-Junioren-Bundesliga West mit dem 1. FC Köln.

  • Der Trainer

Friedel Henßen war schon als Spieler für den FC Wegberg-Beeck aktiv, nach seiner aktiven Laufbahn wurde er Trainer in seinem Verein. Die erste Mannschaft übernahm er im Sommer 2012, mit ihm ging es stetig bergauf.

In der Saison 2014/2015 führte er den Verein schließlich als Mittelrheinliga-Meister in die Regionalliga West. Als seine bevorzugte taktische Formation gilt das 4-2-3-1.

Graetsche Jannik Löhden

Jannik Löhden grätscht gegen Schalke II. Das Spiel verlor die Alemannia trotzdem.

  • Die Form

Der Trainer wird in Wegberg-Beeck wohl nicht hinterfragt werden, selbst wenn am Ende der Saison der direkte Wiederabstieg in die Mittelrheinliga stehen sollte. Und danach sieht es derzeit allemal aus: Einen Punkt aus elf Spielen und eine Tordifferenz von -30 kann man nicht schönreden.

Allerdings: Die Mannschaft hat sich gesteigert. In den ersten fünf Saisonspielen kam die Truppe fünfmal böse unter die Räder – die Ergebnisse lauteten 0:5, 0:3, 0:5, 0:5 und 2:6. Seitdem hat sich die Defensive stabilisiert und mit Ausnahme des Spiels gegen den SC Verl nie wieder mehr als drei Gegentore kassiert.

Am letzten Spieltag durfte die Mannschaft dann sogar den ersten Saisonpunkt feiern. Zu Hause gelang ihr ein 1:1-Remis gegen Mit-Aufsteiger Rot Weiss Ahlen. Schütze des Ausgleichstores für Wegberg-Beeck war Danny Richter.

  • Unser Fazit

Man darf den FC Wegberg-Beeck weder über- noch unterschätzen. Ein Sieg ist für die Alemannia am Freitagabend trotz allem Pflicht – nicht nur, weil es gegen einen vergleichsweise kleinen Gegner geht, sondern auch, um nach der Niederlagenserie zurück in die richtige Bahn zu finden.

Aber die letzten Ergebnisse der Gäste sollten der Alemannia auch als Warnung dienen. Wegberg-Beeck lässt sich schon seit Wochen nicht mehr so abschießen wie zu Saisonbeginn. Insbesondere in seiner aktuellen Form wird das Team der Alemannia alles abrufen müssen, um gegen den Tabellenletzten der Regionalliga West endlich wieder ein Spiel zu gewinnen. \

LINK: Antworten, die neue Fragen aufwerfen

Advertisements

Ein Kommentar zu Der Gegner ist besser als sein Ruf

  1. aachen war ich zum letzten mal vor 4 jahren. klasse Stadion, muss man sagen. Denke Fans und die Stadt hat eine höhere Liga verdient. Viel Glück dafür!!!

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: