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Staffeldt: „Müssen gegen BVB II Zweikampfstärke demonstrieren“

Interview

Im Alemannia-Mittelfeld kommt Timo Staffeldt immer besser in Fahrt. Der Ex-Kölner über Torjäger Jannik Löhden, Teamgeist und Kevin Großkreutz.

Interview: Tim Habicht

Timo, wie läuft die Fahrgemeinschaft?

(lacht) Weiterhin sehr gut. Wir haben immer viel Spaß auf der Fahrt.

Hast du eigentlich genug Platz bei Mitfahrern wie Jannik Löhden, Jerome Propheter und Tim Lünenbach?

Das kommt immer auf das Auto an. Manchmal kann es da schon etwas eng werden.

Was ist eigentlich los mit Jannik Löhden?

Bei ihm läuft es derzeit einfach sehr gut. Er ist mit seinen 2,01 Metern natürlich körperlich prädestiniert für Kopfballtore. Aber er hat auch ein starkes Stellungs- und generell Kopfballspiel. Wenn die Flanke – da nochmal ein Lob an die Flankengeber – dann punktgenau kommt, kann man das eigentlich nicht verteidigen.

Du kennst ihn aus eurer gemeinsamen Zeit bei Viktoria. Was ist er für ein Typ?

Er ist ein super Typ. Auf dem Feld ist er eine Wucht. Ich nenne ihn da immer gerne „Mr. Adonis“, weil er ein richtiger Brocken ist. Auch neben dem Platz verstehen wir uns super. Er ist für jeden Spaß zu haben und ein lockerer Kerl.

Über dich hat er in unserem Interview gesagt, dass du ein „sehr zweikampfstarker und giftiger Spieler“ sowie ein „super Typ“ bist. Unterschreibst du das so?

Das mit dem super Typ müssen andere beurteilen. Aber auf dem Rasen bin ich schon sehr giftig und komme über die Zweikämpfe. Ich bin körperlich nicht so wuchtig wie Jannik beispielsweise und muss deswegen mehr über den Kampf und die Giftigkeit kommen. Es gibt sicherlich Spieler, die von der Technik besser sind, ich versuche das aber durch Leidenschaft wett zu machen.

Wo siehst du selbst deine Rolle im Alemannia-Mittelfeld und generell in der Mannschaft?

Durch meine Erfahrung und mein Alter soll ich eine gewisse Verantwortung übernehmen. Das verlangt der Trainer von mir und das ist auch mein eigener Anspruch. Ich wurde super in der Mannschaft aufgenommen und bin inzwischen auch richtig angekommen. Die ersten zwei Spiele war ich noch nicht richtig fit, das lag an meinem Wechsel und dem Hick Hack damals. Trainingseinheiten mit der Mannschaft sind einfach durch nichts zu ersetzen. Die letzten Spiele komme ich aber immer besser in Fahrt.

Zeichnet die Alemannia vor allem der Teamgeist aus? Wo siehst du sonst die Stärken der aktuellen Truppe?

Der Teamgeist ist auf jeden Fall groß. Alle ziehen an einem Strang. Was wir damit erreichen können, hat man in Oberhausen gesehen. Defensiv sind wir mit zwei solchen Kanten in der Innenverteidigung sehr gut aufgehoben. Ich denke generell, dass wir sehr gut aufgestellt sind. Deswegen wollen wir auch in der Tabelle oben mitmischen.

Du hast jetzt zwei Heimspiele erlebt. Was ist das für ein Gefühl auf dem Tivoli zu spielen?

Ein wahnsinnig schönes. Wenn das Stadion voll ist, gibt uns Spielern das nochmal einen extra Schub. Das hat man besonders in der zweiten Halbzeit gegen Kray gesehen. Das Publikum hat gemerkt, dass es bei uns etwas schwieriger lief und nochmal richtig Stimmung gemacht. Das hat uns ungemein gepusht.

Am Samstag spielt ihr beim Drittliga-Absteiger Borussia Dortmund II. Der BVB ist mit nur einem Punkt aus fünf Spielen sehr schlecht gestartet. Gilt hier das Motto „Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten“?

‎Viele meiner ehemaligen Mitspieler bei der Viktoria ‎haben nach deren Partie gesagt, dass sie eine gute Truppe sind.  Sie werden definitiv noch kommen und oben mitmischen. Sie sind meiner Meinung nach deutlich besser als ihre Punkteausbeute und der Tabellenplatz aussagen, daher sollten wir sie nicht unterschätzen.

Was für ein Gegner erwartet euch am Samstag?

Ich denke, dass Dortmund II es eher spielerisch lösen will. Sie sind eine junge Mannschaft, die gut kombinieren kann. Da müssen wir körperliche Präsenz zeigen und gegen die jungen Spieler Zweikampfstärke demonstrieren. Allerdings dürfen wir die Borussia nicht kombinieren lassen. Wir müssen ihnen den Schneid abkaufen. Es wird ein schweres Spiel.

mannschaftskreis

Freust du dich darauf gegen den Weltmeister Kevin Großkreutz zu spielen?

Ja, durchaus. Er macht das genau richtig und spielt sich nach seiner Verletzung erst einmal in der zweiten Mannschaft wieder fit. Es ist toll, dass er das mitmacht und die Regionalliga-Mannschaft verstärkt. Allerdings ist es natürlich immer ein zweischneidiges Schwert. Sportlich ist die Herausforderung toll, auf einen Weltmeister zu treffen. Allerdings würde man die Qualität lieber aus dem gegnerischen Kader streichen.

Es sei denn, er trifft wieder ins eigene Tor…

(lacht) Das stimmt! Das darf er gegen uns gerne wieder machen.

Apropos Profi: Mit dem Karlsruher SC hast du in der Bundesliga gespielt. Wie groß ist die Sehnsucht nach Profi-Fußball?

Die Sehnsucht ist auf jeden Fall vorhanden. Aber wir können selbst dafür sorgen, wieder in den Profi-Fußball zu kommen. Allerdings ist es verdammt schwer und viele andere Spieler und Mannschaften wollen das gleiche Ziel erreichen.

Die Viktoria hat dich verpflichtet, um den Aufstieg in die 3. Liga zu schaffen. Das gelang nicht. Siehst du bei Aachen bessere Voraussetzungen, um den Sprung aus der Liga zu schaffen?

Die Voraussetzungen in Aachen sind auf jeden Fall vorhanden. Das Stadion, die Fans, die Infrastruktur: Hier ist alles gegeben. Nur die Liga stimmt hier noch nicht. Aber dafür sind wir alle in Aachen, um den Aufstieg zu schaffen.

Die wichtigste Frage zum Ende: Trifft Jannik Löhden auch am Samstag?

(lacht) Ich wünsche es ihm und dass wir auch so den Schwung als Team mitnehmen. Allerdings sollten wir uns nicht darauf verlassen, dass er jetzt jedes Spiel trifft… \

LINK: Dowidat will wieder Stammspieler werden

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