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Ein leidenschaftlicher, aber kleingewachsener Gegner

FC Kray im Check

In der vergangenen Saison zerplatzten schwarz-gelbe Aufstiegsträume gegen den FC Kray. Diesmal sollte man nichts anbrennen lassen.

Von Tim Habicht

  • Die Mannschaft

Mit einem der kleinsten Etats der Regionalliga West kann man beim FC Kray kadertechnisch keine großen Sprünge wagen. Große Namen sucht man vergebens. Mit einem Durchschnittsalter von 23,4 Jahren ist der Kader des FC Kray im Schnitt um knapp ein Jahr jünger als der Kader der Alemannia (Durchschnittsalter 24,5 Jahre).

Bekanntester Name ist zweifelsfrei William-Fils Aubameyang. Der ältere Bruder von Dortmund-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang spielt seit der letzten Saison für den Klub aus Essen und ist als Defensivspieler gesetzt. Ansonsten ist das Team von Trainer Micha Skorzenski mit jungen, unbekannten Spielern gespickt. Vom Marktwert her liegt man mit 1,55 Millionen Euro im unteren Drittel.

Ein großes Problem könnte Kray bei Standard-Situationen gegen die Alemannia bekommen. Denn in Sachen Körpergröße hat Aachen deutliche Vorteile. Größter gesetzter Spieler bei Kray ist Innenverteidiger Vincent Wagner mit 1,89 Metern. Ansonsten sind die Spieler des FC Kray um die 1,80 Meter groß. Selbst Torwart Philipp Kunz misst lediglich 1,86 Meter.

  • Die Schlüsselspieler

Kevin Kehrmann, mit sechs Treffern bester Torschütze der Krayer in der letzten Spielzeit, sowie Roman Dressler, in der Sommerpause von Eintracht Trier in die Regionalliga West gewechselt, stechen im Angriff beim FC Kray hervor. Mit Vincent Wagner, der ehemals für den Stadtrivalen Rot-Weiss Essen auflief, hat man in der Innenverteidigung einen richtig starken Defensivspieler, der in der vergangenen Saison zu den besten Abwehrspielern der Regionalliga West gehörte.

Ansonsten setzt der FC Kray allerdings auf eine massierte Defensive mit gleich mindestens sieben defensiv orientierten Spielern. Dass auch die Stürmer eher Defensivspieler sind, sagte Ex-Krayer Philipp Gödde im Interview mit der Ueberdachten zum Saisonbeginn.

  • Der Saisonstart

Ein schlechter Start für den FC Kray. Nach drei Saisonspielen ist man noch immer sieglos und hat nur ein Pünktchen auf dem Konto. Zum Auftakt holte der FCK ein 1:1-Remis gegen den SC Verl. Bis zur 83. Minute führte Kray sogar mit 1:0. Einer deftigen und klaren 0:4-Niederlage gegen die Sportfreunde Lotte folgte eine besonders schmerzvolle Niederlage.

Im Heimspiel gegen Aufsteiger Rot Weiss Ahlen verlor man nach einer 1:0-Führung noch mit 1:2. Das zeigt auch das große Problem beim FC Kray. Konditionell lassen die Essener nach einer Stunde deutlich nach. Zudem spielen die Nerven beim Underdog eine große Rolle. Große Erfahrung und Abgeklärtheit sucht man in den Reihen des FCK nahezu vergeblich. Dennoch zeigen die bisherigen Spiele, dass Kray erneut ein schwieriger Gegner werden könnte. Und am Tivoli holen viele Gegner nochmal ein paar Prozentpunkte mehr aus dem Tank.

  • Der Trainer

Den wohl größten Verlust hatte der FC Kray in der Sommerpause auf der Trainerbank zu beklagen. Micha Skorzenski folgte auf Erfolgstrainer Michael Lorenz, der nach geschafftem Aufstieg und dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison seinen Vertrag überraschenderweise auflöste. Nun will der erst 33-jährige Skorzenski den erneuten Klassenerhalt schaffen. Skorzenski ist hauptberuflich Lehrer für Erdkunde und Sport in Köln und trainierte zuvor fünf Jahre lang die Spvg Frechen 20. Er hat einen Einjahresvertrag beim FC Kray unterschrieben.

  • Unser Fazit

Nach der bärenstarken Vorstellung der Alemannia bei Rot-Weiß Oberhausen sind die Erwartungen an das zweite Heimspiel der Saison groß. Kray ist ein Gegner, den die Schwarz-Gelben mit dem Schwung aus dem Oberhausen-Spiel niederringen müssen. Spielerisch dürfte es nicht zu viel Platz für Florian Rüter, Bastian Müller und Co. geben. Aber durch ein breit aufgezogenes Spiel muss man den Gegner viel laufen lassen.

Wer der Favorit in dieser Begegnung ist, dürfte klar sein. Allerdings ist auch klar, dass Alemannia Aachen in der letzten Spielzeit mit 0:1 beim FC Kray verlor – und zum Teil deswegen seine Aufstiegshoffnungen begraben musste. Torschütze damals war übrigens der 1,89 Meter große Wagner. Aber dieser sollte diesmal im Kopfballduell wohl keine Chance haben… \

LINK: Waffen auf der Bank

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