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Andre Schubert: „Aachen ist deutlich stärker als letzte Saison“

Interview

Der Ex-Pauli-Trainer ist jetzt für Borussia M’Gladbach II verantwortlich. Er freut sich auf den Tivoli, ein besonderes Spiel – und sieht Aachen auf einem guten Weg.

Interview: Tim Habicht

Herr Schubert, Mitte Juni haben Sie den amtierenden Regionalliga-West-Meister übernommen. Wie ist Ihr Eindruck von der Qualität der Mannschaft?

Sehr gut. Wie bei fast allen zweiten Mannschaften sind das auch bei Borussias U23 richtig gut ausgebildete Fußballer. Im physischen Bereich müssen einige Jungs sicher noch etwas zulegen, denn Intensität, Tempo und Zweikampfhärte sind im Seniorenbereich zweifelslos größer als im Jugendbereich. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Kader, wir verfügen über viel Qualität.

Haben Sie bereits vor Ihrem Engagement bei Mönchengladbach II die Regionalliga, speziell die West-Staffel, verfolgt?

Ja, ich verfolge seit Jahren alle Ligen von der Bundesliga bis zur Regionalliga. Dabei ist die West-Staffel mit ihren zahlreichen Traditionsvereinen wie Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen oder Rot-Weiß Oberhausen besonders attraktiv und spannend. Durch die vielen Fans und die kurzen Anreisen im Westen ist die Regionalliga West für mich die stärkste und interessanteste Regionalliga überhaupt.

Wieso haben Sie sich entschieden, als Trainer der deutschen U15 in die vierte Liga zu wechseln?

Für mich stimmt die Perspektive bei Borussia Mönchengladbach einfach. Vor meinen Stationen beim SC Paderborn und FC St. Pauli war ich viel im Jugendbereich tätig – und dort fühle ich mich auch sehr wohl. Man hat im Jugendbereich die Möglichkeit, enorm viel an die Jungs weiterzugeben und sie gezielt weiterzuentwickeln.

Zudem stand ich vor der Entscheidung, weiter im U15-Bereich der Nationalelf zu bleiben oder in einem höheren Bereich bei Borussia Mönchengladbach zu arbeiten. Und da Borussia ein Top-Verein in Deutschland ist und tolle Möglichkeiten und Voraussetzungen bietet, bin ich diesen Schritt gegangen.

Haben Sie sich nach der turbulenten Zeit beim FC St. Pauli, die auch in der Dokumentation „Trainer“ dargestellt wurde, nach einer Position gesehnt, in der man ruhiger arbeiten kann?

(lacht) Wer in Ruhe arbeiten möchte, der hat als Fußball-Trainer definitiv den falschen Beruf gewählt. Man steht als Trainer immer unter Druck und im Fokus – egal wo man arbeitet. Denn in jedem Verein und bei jedem Engagement gibt es Erwartungshaltungen, die man erfüllen will und muss. Und überall will man in jeder Partie als Gewinner vom Platz gehen. Insofern spürt man überall einen gewissen Druck.

Andre Schubert (r.) mit Co-Trainer Adrian Spyrka

Andre Schubert (r.) mit Co-Trainer Adrian Spyrka

Mit dem SC Paderborn haben Sie 2009 in der 2. Bundesliga am Aachener Tivoli gespielt. Was für Erinnerungen haben Sie noch an Aachen und den Tivoli?

Es ist immer etwas Besonderes, wenn man im Aachener Tivoli spielt. Die Atmosphäre und Stimmung war damals in jedem Fall sehr gut – und das wird sie auch sein, wenn wir am Samstag an der Krefelder Straße auflaufen. Spiele gegen die Alemannia sind immer Spiele, auf die man sich besonders freut.

Inzwischen ist Alemannia Aachen in die Regionalliga abgestürzt. Ein trauriger Abstieg?

Die Gründe für den Abstieg aus der Bundesliga in die Viertklassigkeit kann ich nicht beurteilen. Aber es ist natürlich immer schade, wenn es für Vereine mit so vielen Fans und einer solch großen Tradition so weit runtergeht. Aber ich denke, Aachen ist auf einem guten Weg. Und auch wenn der Aufstieg in die 3. Liga, aufgrund seiner speziellen Regelungen, sicherlich nicht einfach ist, glaube ich, dass Traditionsvereine ganz generell in Zukunft wieder eine größere Rolle spielen werden.

Rund 10.000 Zuschauer werden beim ersten Alemannia-Heimspiel gegen Ihre Mannschaft erwartet. Freuen Sie sich bereits auf die Stimmung am Tivoli?

Wie bereits gesagt: Die Stimmung am Tivoli ist immer besonders. Deswegen freuen sich meine Spieler und ich mich sehr auf das Duell in Aachen. Und weil die Bundesliga zu dem Zeitpunkt noch nicht gestartet ist, werden uns sicher auch einige Fans nach Aachen begleiten. Dieses Spiel hat schon ein gewisses Flair.

Wo sehen Sie die Stärken der Schwarz-Gelben?

Zu viel will ich natürlich nicht verraten. Aber Aachen hat schon in der vergangenen Saison eine starke Runde gespielt. Zur aktuellen Saison haben Sie sich noch einmal verstärkt und sind meiner Meinung nach auch deutlich stärker und besser aufgestellt als in der letzten Saison! \

LINK: Die zehn besten Alemannia-Videos auf Youtube

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