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Waffen auf der Bank

Nach dem Sieg gegen Ahlen

Die Alemannia hat das Auftaktspiel in Ahlen gewonnen. Spielerisch war noch Luft nach oben, kämpferisch passte alles. Der Bonus ist eine Erkenntnis, die zuversichtlich macht.

Jannik Löhden bejubelt seinen Siegtreffer in Ahlen

Von Marcus Erberich

Wer spielt, wer spielt nicht? Die Aufstellung, mit der Alemannia Aachen in die neue Saison starten würde, wurde im Vorfeld der Partie am Freitagabend heiß diskutiert.

Benbennek entschied sich für ein 4-4-2. Im Tor stand wie gewohnt Frederic Löhe, die Viererkette vor ihm bildeten Dominik Ernst auf rechts, Nils Winter auf links sowie Jannik Löhden und Peter Hackenberg in der Innenverteidigung. Das zentrale Mittelfeld besetzten Aimen Demai und Jerome Propheter, die rechte Seite beackerte Bastian Müller, die linke Fabian Graudenz. Und im Angriff spielten Philipp Gödde und Florian Rüter.

Im Verlauf der zweiten Halbzeit wechselte Benbennek dreimal. Nach einer knappen Stunde nahm er Linksverteidiger Nils Winter vom Feld, der gegen das Ahlener Offensivpersonal häufig nervös wirkte. Für ihn kam Tim Lünenbach ins Spiel, der sich vor allem gegen Ende des Spiels wie ein Prellbock den Angriffen der Gastgeber in den Weg stellte.

20 Minuten vor dem Abpfiff kam Taku Ito für Philipp Gödde ins Spiel – offenbar mit der Aufgabe, den Ball durch Dribblings in der gegnerischen Hälfte festzumachen. Einerseits, um die Ahlener vor dem eigenen Tor zu beschäftigen, andererseits, um mit jedem Ballbesitz ein paar wertvolle Sekunden von der Uhr zu nehmen.

Und für die letzten Minuten des Spiels wechselte Benbennek Neuzugang Timo Staffeldt für Aimen Demai ein. Ein Spieler mit großer Erfahrung kam für einen Spieler mit großer Erfahrung – der Qualitätsverlust auf dem Feld dürfte bei Null gelegen haben. Die Mannschaft rettete den knappen Vorsprung über die Zeit, der Erfolg gibt Christian Benbennek in allen seinen Entscheidungen recht.

Es waren gegen Ahlen drei Einwechslungen, die andeuten, was die Alemannia in der Saison 2015/2016 von der Alemannia in der Saison 2014/2015 unterscheidet: Der Kader ist auch in der Breite mit besseren Fußballern bestückt. Spieler wie Dennis Dowidat und Viktor Maier kamen gegen Ahlen gar nicht erst zum Einsatz – der erfahrene Linksverteidiger David Vrzogic, auf dessen Schultern höchste Erwartungen liegen, fehlte wegen einer Grippe.

In der letzten Saison war es für die Alemannia schwer, Ausfälle auf Schlüsselpositionen adäquat zu kompensieren. Das dürfte in dieser Saison anders aussehen. Christian Benbennek hat einen größeren taktischen Spielraum als ihn sein Vorgänger Peter Schubert hatte. Gerade in den Niederungen des Ligensystems ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Wenn es richtig angepackt wird und die Mannschaft von schwerwiegenden, langfristigen Ausfällen verschont bleibt, dann wird Benbennek von Spiel zu Spiel neue strategische Handgriffe ansetzen können. Das Spiel der Alemannia wird dadurch unvorhersehbar, Gegner können sich folglich schlechter auf Spiele gegen Aachen einstellen.

Dass gegen Borussia Mönchengladbach II in einer Woche dieselbe Elf beginnen wird wie in Ahlen, ist jedenfalls nicht sehr wahrscheinlich. \

LINK: Klitzpera und der Zweijahresplan

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