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Das Alemannia-Mittelfeld: Deutlich mehr Optionen

Planspiele in der Schaltzentrale

Das Mittelfeld der Alemannia wurde ergänzt. Alle wichtigen Spieler wurden gehalten – lediglich Tim Jerat könnte noch gehen. Für die neue Saison bedeutet das mehr Optionen.

Von Tim Habicht

Besonders wichtig ist am Mittelfeld einer Mannschaft, dass der Mix zwischen defensiven und offensiven Mittelfeldspielern stimmt. Zwischen den Spielern, die die Bälle vor dem eigenen Strafraum oder am Mittelkreis erobern, und den Spielern, die für kreative Momente vor dem gegnerischen Tor sorgen.

Genau diesen Mix scheint Alemannia Aachen vor der kommenden Spielzeit zusammengestellt zu haben. Die wichtige zentrale Achse um Aimen Demai und Dennis Dowidat bleibt bestehen. Auch Bastian Müller, der im Laufe der vergangenen Saison immer besser in Tritt kam, spielt weiter am Tivoli.

Die Vertragsverlängerung von Alemannias bestem Torschützen aus der letzten Spielzeit, Fabian Graudenz, war ein starkes Statement – und ein Wink in Richtung der Konkurrenz. 14 Tore und vier Vorlagen konnte der 23-Jährige in der Saison 2014/2015 beisteuern – als Mittelfeldspieler! Graudenz hätte gut und gerne noch vier, fünf Tore mehr auf dem Konto haben können, wenn er konsequenter im Abschluss gewsen wäre. Hier ist also definitiv noch Luft nach oben. Für den neuen Trainer Christian Benbennek gilt es, diese Reserven aus dem ehemaligen Kiez-Kicker herauszuholen.

Dass Tim Jerat, der derzeit in Boston weilt und dort sein Studium beendet, mit dem Gedanken spielt, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen, ist auf den ersten Blick ein herber Rückschlag. Aber Alexander Klitzpera, Geschäftsführer Sport, und Trainer Benbennek haben es bisher geschafft, selbst einen potentiellen Jerat-Abgang zu kompensieren.

Mit Florian Rüter (ehemals SV Rödinghausen) kommt ein junger und in der Regionalliga gefragter flexibler Mittelfeldspieler an den Tivoli. Er hat noch seine ganze Fußballer-Karriere vor sich. Jerat ist mit 33 Jahren eher im fußballerischen Rentenalter. Zweifelsfrei ist der Ex-Bielefelder sehr wichtig für das Mannschaftsgefüge, dank seiner traumhaften Pässe, gefährlichen Freistöße und großen Erfahrung.

Aber diese Erfahrung kann durch das Engagement und Tempo der jungen Wilden womöglich kompensiert werden. Allen voran Müller würde durch einen Abgang von Jerat mehr Verantwortung bekommen. Genau dies könnte den 23-Jährigen einen großen Schritt nach vorne bringen. Das nötige Potential hat der Ex-Düsseldorfer zweifelsfrei.

Die neue Abwehr der Alemannia: Noch besser als in der letzten Saison?

Außerdem darf man die Eigengewächse Tobias Mohr und Tim Lünenbach ebenso wenig wie den Engländer Kris Thackray vergessen. Alle drei können im Zentrum agieren. Lünenbach und Thackray haben dies sogar schon unter Beweis gestellt.

Wenn ein erfahrener, zentraler Spieler einen Verein verlässt, muss das nicht immer schlecht sein. Einen Tim Jerat hat wohl jede Regionalliga-Mannschaft gerne im Kader. Allerdings würde so der Weg auch frei werden für jüngere Alternativen, die durch mehr Verantwortung den nächsten Schritt bei der Alemannia gehen könnten.

Und das ist das Tolle am aktuellen Alemannia-Mittelfeld: Es gibt viele Optionen. Da wiegen – bei allem Respekt – die Abgänge von Rafael Garcia und Marvin Brauweiler nicht wirklich schwer. Mit Maciej Zieba hat man außerdem einen Drittliga-erfahrenen (54 Begegnungen) Spieler in der Hinterhand, der darauf brennt zu zeigen, was wirklich in ihm steckt.

Das große Faustpfand des neuen Alemannia-Mittelfeldes ist die Dynamik und Flexibilität. Spieler wie Rüter, Mohr und Lünenbach sind am Anfang ihrer Karriere und haben noch viel Potential. Und selbst ein Demai oder Dowidat können im Vergleich zur letzten Saison vermutlich noch eine Schippe drauflegen. Die kleine Schippe, die zum Aufstieg gefehlt hat?

LINK: Eine neue Nummer 7 für die Zukunft

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  1. Klitzpera und der Zweijahresplan | Ueberdachte - Fußball-Fanzine aus Aachen

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