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Florian Rüter: „Klarheit hilft auch auf dem Fußballplatz“

Interview

Mit 24 Jahren ist Florian Rüter bereits verheiratet und hat einen Sohn: Alemannias neuer Mittelfeldspieler weiß, was er will. Wir haben mit ihm gesprochen.

Interview: Tim Habicht

Florian, wie sehr freust du dich auf deine neue Aufgabe bei Alemannia Aachen?

Ich freue mich sehr auf Alemannia Aachen! Als ich die Anfrage erhalten habe, war ich sofort Feuer und Flamme. Ich freue mich riesig auf die Fans, das Stadion und die Mannschaft. Ich bin mir sicher, dass wir alle zusammen viel Freude haben werden.

Dein Transfer wurde auf der Pressekonferenz nach dem Spiel der Alemannia beim SV Rödinghausen bekannt gegeben. War das so abgesprochen?

Nein, das war nicht so abgesprochen. Abgesprochen war, dass Alemannia die Möglichkeit hat, selbst zu entscheiden, wann der Transfer bekannt gegeben wird.

Aufgrund deines bevorstehenden Wechsels durftest du nicht beim Heimspiel gegen Aachen spielen. Hättest du deinen neuen Kollegen gerne gezeigt, was du draufhast?

Natürlich hätte ich gerne gespielt. Andererseits werde ich die Mannschaft in der Vorbereitungsphase sicherlich schnell kennenlernen – und die Mannschaft mich auch.

Wie kam der Kontakt mit Alemannia Aachen zustande?

Der Kontakt kam durch Alexander Klitzpera zustande. Alexander Klitzpera beobachtete mich in einigen Spielen, sprach mit meinem Berater und nach einem ersten Kennenlernen nahm alles seinen Lauf.

„Florian ist ein schneller, dribbelstarker Spieler, der auf der rechten Seite im Mittelfeld sowie im Angriff zum Einsatz kommen kann“, sagte Alexander Klitzpera im Rahmen deiner Verpflichtung über deine Stärken. Wo siehst du selbst deine Stärken?

Das kann ich genau so unterschreiben. Meine Stärken liegen sicherlich im Tempo und meiner Dynamik – auch mit Ball am Fuß. Ich habe in der Vergangenheit häufig auch auf dem linken Flügel gespielt.

Hattest du bereits die Möglichkeit mit Christian Benbennek, dem neuen Trainer der Alemannia, zu sprechen? Und welchen Eindruck hast du von ihm gewonnen?

Ja, die Möglichkeit hatte ich. Zufällig war ich am Tag der Trainervorstellung in der Stadt, um die Wohnung zu streichen, in der meine Familie und ich künftig wohnen werden. Im Zuge dessen fuhr ich zum Tivoli, da ich dort noch die Beantragung meines Spielerpasses unterschreiben musste. Dort hatte ich ein kurzes Gespräch mit dem Trainer, in dem ich einen sehr guten Eindruck gewonnen habe. Ich hatte danach noch die Möglichkeit, ein Telefonat mit dem Trainer zu führen, welches die Vorfreude auf die Saison nochmals gesteigert hat.

Mit dem SV Rödinghausen bist du aus der Oberliga in die Regionalliga aufgestiegen. Wie fühlt sich so ein Aufstieg an?

Ein Aufstieg ist immer etwas richtig Schönes und eine riesen Bestätigung für die ganze Mannschaft und einen Verein. Das Gefühl war allerdings nicht ganz neu für mich: Auch mit der U23 des DSC Arminia Bielefeld schaffte ich 2010 den Aufstieg in die Regionalliga.

Rödinghausen spielte eine starke Saison als Aufsteiger. Warum hast du dich für einen Wechsel nach Aachen entschieden?

Weil Alemannia Aachen die große Möglichkeit für mich ist, mich zusammen mit dem gesamten Team zu entwickeln und das Ziel eines jeden Fußballers, nämlich den Profifußball, zu erreichen.

Mit 24 Jahren bist du bereits verheiratet und Familienvater. In einem Interview mit dem SV Rödinghausen sagtest du einmal: „Ich wollte schon immer relativ früh Vater werden.“ Es scheint, als wüsstest du ganz genau, was du in deinem Leben willst. Hilft dir diese Klarheit auch auf dem Fußballplatz?

Das ist richtig. Ja, ich denke Klarheit hilft auch auf dem Fußballplatz. Ich versuche zumindest, auch auf dem Platz geradlinig zu agieren und klare Entscheidungen zu treffen.

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Florian Rüter mit seinem Sohn im Urlaub

Du hast bewusst bis vor kurzem auf einen Berater verzichtet und dich selbst um alles Vertragliche gekümmert. Wieso?

Meine Erfahrungen mit Beratern waren nicht die Besten. Und so kam es dazu, dass ich mich selbst um vertragliche Dinge kümmerte. Durch meinen jetzigen Berater, Michael Stuckmann, habe ich allerdings eine Form der Beratung kennengelernt, die ich sehr schätze und auf die ich auch nicht mehr verzichten möchte.

Während deiner Zeit in Rödinghausen wolltest du „Soziale Arbeit“ studieren. Was ist daraus geworden?

Inzwischen studiere ich Sportmanagement im Fernstudium. Bis zuletzt habe ich nebenberuflich in der Diakonischen Stiftung Wittekindshof in meiner Heimatstadt Bad Oeynhausen mit geistig behinderten Menschen gearbeitet.

„Ich freue mich wahnsinnig auf das Stadion mit den sensationellen Fans“, wurdest du bei deiner Vorstellung in Aachen zitiert. Was für einen Eindruck hast du vom Tivoli und den Fans beim Gastspiel an der Krefelder Straße bekommen?

Ich habe einen super Eindruck gewonnen. Das Stadion ist erstligatauglich und die Fans sorgen für die mit Abstand beste Stimmung in der Regionalliga. Ich hoffe natürlich, dass wir in der kommenden Saison gemeinsam viel zu feiern haben. \

LINK: Philipp Gödde: Kein Stürmer für unzählige Übersteiger

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