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Ein neuer Trainer für den letzten Schritt

Im zweiten Jahr unter Peter Schubert ist Alemannia Aachen Vize-Meister geworden und hat den Aufstieg nur knapp verpasst. Das Trainerteam hat Großes geleistet. Warum die Verpflichtung von Christian Benbennek dennoch eine große Chance ist. Ein Kommentar.

Von Tim Habicht

Am Ende fehlte nur ein Punkt zur Meisterschaft. Dennoch kann und sollte jeder Alemannia-Fan stolz auf die Leistung sein, die diese schwarz-gelbe Mannschaft in der Regionalliga West ablieferte. Da passte das 7:0-Feuerwerk am letzten Spieltag bei den Sportfreunden Siegen ins Bild und rundete eine überraschend erfolgreiche Spielzeit ab.

Auch Peter Schubert, gemeinsam mit Reiner Plaßhenrich Vater des Erfolgs am Tivoli, dürfte mit einem Grinsen den Platz verlassen haben. Er hinterlässt große Fußstapfen für den neuen Trainer Christian Benbennek. Fußstapfen, in die der 42-Jährige allerdings gar nicht treten möchte. „Ich mag das nicht, wenn man sagt ‚In die Fußstapfen treten.‘ Das war nie meins. Ich gehe immer meinen eigenen Weg, aber immer für den Verein“, gab Benbennek bei seiner offiziellen Vorstellung zu Protokoll.

Dass Schubert und Plaßhenrich überragende Arbeit geliefert haben, ist klar. Dazu reicht ein Blick auf die Tabelle oder ein Vergleich mit der ersten Regionalliga-Saison (Platz 13 und 27 Punkte Rückstand auf den Meister). Aber die Verpflichtung von Benbennek als neuen Übungsleiters an der Krefelder Straße bringt auch eine große Chance.

Denn dass die Alemannia am Saisonende nicht ganz oben thront, hat eben auch seine Gründe. Schubert war kein Fan von offensivem Feuerwerk. Nimmt man das letzte Spiel in Siegen und den starken Auftritt bei Fortuna Düsseldorf II einmal raus, gelangen den Schwarz-Gelben lediglich fünf weitere Spiele mit drei oder mehr erzielten Treffern. Mit 56 eigenen Toren stellt Alemannia Aachen zwar die viertbeste Offensive. Der Abstand zu den Spitzenreitern Mönchengladbach (77 Tore) und Viktoria Köln (70) ist aber immens.

Natürlich: 20 Gegentore in 34 Spielen sind ein überragender Wert für die Defensive. Damit wurde sogar ein neuer Vereinsrekord aufgestellt! Insgesamt schien es aber, als habe die Alemannia nur ein Spielsystem. Aachen schaltet verdammt schnell bei eigenem Ballgewinn um und nutzt die Räume, die der Gegner anbietet. „Wenn wir am Tivoli auf Gegner treffen, die mitspielen, dann hält uns nichts“, sagte Bastian Müller im Ueberdachte-Interview.

Sobald ein Gegner aber nicht mitspielt und sich auf das Verteidigen konzentriert, wird es kritisch. Bestes Anschauungsmaterial gab es dazu bei den Spielen gegen den FC Kray, beim FC Schalke 04 II oder beim SC Wiedenbrück. Es scheint, als habe ein Plan B gefehlt.

Gut möglich, dass Christian Benbennek daran etwas verändern kann und wird. Denn auch wenn Schubert und Plaßhenrich Großes in Aachen geleistet haben – der letzte Entwicklungsschritt wurde noch nicht gegangen. Ein frischer Trainer mit neuen Ideen und Eindrücken könnte das ändern. Auf seinem eigenen Weg – neben den Fußstapfen von Hans-Peter Schubert.

Darf’s auch etwas mehr sein? Zum Kommentar von Marcus Erberich geht’s hier lang!

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