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Klitze, Christian und der Herr Schubert

Alemannia Aachen wird nicht mit Peter Schubert weiter arbeiten. Dessen Nachfolger Christian Benbennek klingt vielversprechend. Aber Alexander Klitzpera schickt ihn – und sich selbst! - mit einer schweren Bürde in die neue Saison. Ein Kommentar

Von Marcus Erberich

Vizemeister. Alemannia Aachen hat eine beeindruckende Saison gespielt und die Meisterschaft nur knapp verpasst. Nicht viele haben der Mannschaft das vor der Saison zugetraut.

Die rasante Leistungssteigerung – im Vorjahr stand die Alemannia zum Saisonende auf Platz 13 – ist in erster Linie das Verdienst des Trainerduos Schubert-Plaßhenrich. Da ist es zumindest verblüffend, dass Verein und Cheftrainer entschieden haben, nicht weiter zusammen arbeiten zu wollen.

Das Zerwürfnis zwischen Sportdirektor Alexander Klitzpera und Trainer Peter Schubert ist nicht zu übersehen. Es begann, als im April zuerst Klitzpera und danach Schubert in der Zeitung ihre Dissonanz in Sachen Vertragsverlängerung öffentlich machten. Zu einem Zeitpunkt, den beide Protagonisten nicht schlechter hätten wählen können.

Was die Ursache für den Zwist war, darüber kann man als Außenstehender nur spekulieren. Wollte Schubert zu viel Geld? Plante Klitzpera von Anfang an mit einem neuen Trainer? Was hingegen über reine Spekulation hinaus geht, ist die Annahme, dass der Streit einen Großteil dazu beigetragen hat, dass Schubert geht – und Benbennek kommt.

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Peter Schubert hat die Alemannia auf Platz zwei geführt

So ließen Klitzpera und Schubert auch nach getroffener Entscheidung kein gutes Haar aneinander. Während der Pressekonferenz anlässlich der Vorstellung von Christian Benbennek wurde Klitzpera nicht müde, von Benbennek als „der Christian“ zu sprechen, während er den noch amtierenden Trainer als „der Herr Schubert“ auf Distanz hielt.

Im Gegenzug nannte Schubert es unglücklich, den neuen Trainer vor dem letzten Saisonspiel in Siegen vorzustellen. Und betonte: „Wir haben hier aus dem Nichts eine Perspektive geschaffen.“ Wir, damit meint er sich selbst und Reiner Plaßhenrich, nicht aber Alexander Klitzpera. Nach einem Abschied mit Händedruck und Blumenstrauß sieht das nicht aus.

Was bringt es, in der verbrannten Erde nach Überresten dieses Streits zu suchen? Was zählt, ist im Fußball immer nur der Blick nach vorne. Benbennek ist ein vielversprechender Trainer. Aber auf seiner Arbeit wird immer eine Bürde lasten.

Er muss das übertreffen, was Peter Schubert in Aachen geleistet hat. Er ist Teil des Plans, den Alexander Klitzpera mit der Alemannia verfolgt. Liefert das Konstrukt ab, was von ihm erwartet wird, behält der Sportdirektor recht. Rennt die Alemannia den Erwartungen in der neuen Saison hinterher, gibt es keine Argumente mehr für die Arbeit von Alexander Klitzpera. \

Darf’s auch etwas mehr sein? Zum Kommentar von Tim Habicht geht’s hier lang!

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