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Öcher Fans vör Kenger: Aachen-Fans setzen sich sozial ein

Seit der Rekordbegegnung Alemannia Aachen gegen Rot-Weiss Essen werden zu jedem Heimspiel Kinder und Jugendliche aus Jugendheimen, Kinderheimen und anderen Einrichtungen eingeladen. Die Aktion "Öcher Fans vör Kenger" macht es möglich.

Von Tim Habicht

Zum Auftakt der Rückrunde empfing Alemannia Aachen Rot-Weiss Essen zum ausverkauften Spitzenspiel der Regionalliga West. Über 30.00 Zuschauer sorgten am Aachener Tivoli für einen neuen Zuschauerrekord. Sogar der „WDR“ übertrug live vor Ort und schickte seine besten Moderatoren und Kommentatoren.

Unter den 30.313 Menschen an der Krefelder Straße waren 50 ganz besondere Gäste: Jungen und Mädchen von der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand. Sie waren auf Initiative der „Öcher Fans vör Kenger“ zum Spitzenspiel eingeladen. Der Beginn einer tollen Geschichte.

Initiator Maciej Lukomski sagt im Gespräch mit Ueberdachte: „Im Alemannia-Forum ‚Alemannia-Brett‘ fragte der User Sascha Sauer, ob jemand ein Jugendheim kenne, dem er Karten für das Spiel schenken könne. Die Idee fand ich super. Deswegen schrieb ich Sascha an und fragte, ob wir nicht etwas Größeres daraus machen wollen. Gemailt, gedacht, gemacht.“

SPENDENAUFRUF: Jeder kann mithelfen! Letzte Gelder für die restlichen Alemannia-Heimspiele sind nötig. Wer spenden möchte, kann dies ganz leicht machen: Eine E-Mail an Initiator Maciej an ml@afterglow.de mit dem Betrag, den man spenden möchte, genügt bereits.

Ebenso wie der Ticketzähler auf der offiziellen Website der Alemannia, geriet auch die als kleine Spende gedachte Aktion „Öcher Fans vör Kenger“ im positiven Sinne außer Kontrolle. „Acht Zeilen im Alemannia-Forum reichten aus und innerhalb weniger Tage kamen über 600 Euro zusammen. Alle machten mit: Von 5 bis 80 Euro war alles dabei – und sogar Schüler, bei denen das Geld naturgemäß nicht ganz so locker sitzt, wollten unbedingt mitmachen und spendeten eben genau das, was gerade ging“, so der Initiator.

Das Eintrittsgeld für 50 Jungen und Mädchen war also schnell gesammelt, die Tickets ebenfalls schnell gekauft. Denn schon wenige Tage später war erst die Stehtribüne, dann sogar das ganze Stadion ausverkauft.

Maciej beschreibt die Überbringung der frohen Kunde: „Eine Freundin, die bei der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe Aachen-Brand arbeitet, überbrachte die Nachricht den Leitern der Einrichtung. Die Freude war bei allen riesig. Horst Filbrich von Alemannia Aachen machte das Paket schließlich perfekt: Jedes Kind bekam noch einen Fanschal dazu.“

Die 50 eingeladenen Kinder für das Essen-Spiel waren nicht einmalig, vielmehr war es der Start einer tollen Aktion, die das wahre Gesicht der Fans von Alemannia Aachen zeigt. Seit dem Spiel gegen RWE kamen weitere Spenden in Höhe von 1.280 Euro zusammen.
Collage
Zu den Heimspielen gegen den 1. FC Köln II sowie den SC Wiedenbrück 2000 wurden jeweils 50 weitere Kinder und Betreuer zum Tivoli eingeladen. Diesmal aus dem Kinderheim Merkstein und dem Jugendhaus Franz von Sales aus Geilenkirchen. „Alemannia hat uns dabei unterstützt und alle Karten kostenlos zur Verfügung gestellt, wir waren für die Verzehrgutscheine zuständig, Horst Filbrich spendete Schals, dafür noch mal ein dickes Dankeschön“, freut sich Maciej.

Die Aktion „Öcher Fans vör Kenger“ läuft aktuell weiter. Es wurden gegen Oberhausen junge Flütchtlinge eingeladen. Gegen Borussia Mönchengladbach II soll Kindern von Maria im Tann und gegen Viktoria Köln 70 jungen Fußballern der Fußballliga der Arbeitsgemeinschaft der Offenen Türen ein Tivoli-Besuch ermöglicht werden.

Aber auch in der kommenden Spielzeit, egal ob Regionalliga West oder 3. Liga, soll die Aktion weitergehen. Maciej beschreibt die Zukunftsaussichten des Projektes: „Zusammen mit Alemannia Aachen und Infront basteln wir bereits an der Fortführung der Aktion über die Saison hinaus. Es soll ein Paket für die nächste Spielzeit geschnürt werden, um zu jedem Heimspiel 50 Kinder aus Jugendheimen, Kinderheimen und anderen Einrichtungen aus Aachen und der Umgebung zu einem Heimspiel der Alemannia einzuladen.“ \

LINK: Alois Poquett: „Wir wollen kein soziales Mitleid“

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Ein Kommentar zu Öcher Fans vör Kenger: Aachen-Fans setzen sich sozial ein

  1. Dieter Rütten // 22. September 2015 um 11:11 // Antwort

    Guten Tag,

    es ist zwar schon eine Weile her, aber von unserer Seite aus nicht vergessen:
    Von der Interessensgemeinschaft waren wir in der vergangenen Saison mit 70 Teilnehmern eingeladen zum Spiel der Alemannia gegen Viktoria Köln.
    Ein unvergessliches Erlebnis für unsere Kids, die sich zudem riesig über die Schals gefreut haben.
    Solche Aktionen tragen u.a. auch dazu bei, dass die Teilnehmer vielmehr Gemeinschaft statt Konkurrenz erleben, was eindeutig Wirkung zeigt im Zusammenhalt unserer AGOT-LIGA.
    Von den Organisatoren der Liga nochmal ein recht herzliches Dankeschön und weiterhin viel Erfolg bei den Aktionen.

    Dieter Rütten, Koordinator AGOT-LIGA

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