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Pokal-Aus in Bonn: Die Alemannia in der Einzelkritik

Im Mittelrheinpokal-Halbfinale wollte Alemannia Aachen gegen den Fünftligisten Bonner SC das Finale klar machen. Es kam trotz Führung anders als erwartet. Vor allem die Stamm-Innenverteidigung fehlte an allen Ecken und Enden. Die Einzelkritik zum Pokal-Aus.

Von Tim Habicht

Frederic Löhe: Einer der wenigen Alemannen, der im Bonner Sportpark Nord Normalform zeigte. Schon nach 15 Minuten musste der Torhüter nach einem schlechten Rückpass von Marvin Brauweiler Kopf und Kragen riskieren. Löhe gewann fast jedes Duell und bewahrte die Schwarz-Gelben lange vor einem Gegentor. Schuldlos bei den Treffern von Kelvin Lunga.

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Michael Lejan: Was sich gegen Rot-Weiß Oberhausen andeutete, verdichtete sich auch beim Bonner SC: Der Linksverteidiger der Alemannia wirkte fahrig und teilweise ausgepumpt. Oftmals hatte er das Nachsehen gegen seinen wesentlich schnelleren Gegenspieler.

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Kris Thackray: War der bessere der beiden neuen Innenverteidiger. Aber auch der Brite schaffte es nicht, die Abwehr in der Mitte zu ordnen. Beim zweiten Gegentreffer rollte die Kugel durch den Strafraum, drei Alemannen ließen sich von einem Bonner abschirmen und Lunga stand völlig blank am Elfmeterpunkt. Das geht auch auf die Kappe von Thackray.

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Marvin Brauweiler: Das junge Eigengewächs legte einen starken Start in die Partie hin – seine erste in der laufenden Spielzeit von Beginn an. Zunächst übernahm Brauweiler sogar den Spielaufbau aus der Abwehr heraus. Verhinderte nach acht Minuten mit einem starken Zweikampf eine gute Chance der Bonner. Doch nach seinem schlechten Rückpass in der 15. Minute verlor er völlig den Faden. Eine wichtige Lehrstunde in der jungen Karriere des 23-Jährigen.

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Dominik Ernst: Aachens Rechtsverteidiger hatte zwar wieder etwas mehr Offensivdrang als noch gegen RWO, richtig Zählbares sprang aber nicht heraus. Ließ sich in der ersten Halbzeit viel zu leicht provozieren und hätte dafür auch mit Rot vom Platz fliegen können. Blieb deswegen gelb-verwarnt in der Kabine.

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Aimen Demai: In den vergangenen Wochen lässt die Leistung des Alemannia-Kapitäns erstaunlich nach. Gegen Oberhausen und auch zuvor in den beiden Auswärtsspielen beim VfL Bochum II und dem KFC Uerdingen fehlte Demai die nötige Bissigkeit in den Zweikämpfen. Der Routinier spielt unauffällig seinen Stiefel runter und steckt derzeit in einem kleinen Leistungstief. Dass Aimen Demai wesentlich mehr kann, hat er schon häufig genug gezeigt.

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Tim Jerat: Etwas auffälliger als Demai zeigte sich Tim Jerat in der ehemaligen Hauptstadt. Jerat übernimmt viel Verantwortung, tritt alle Standard-Situationen und stellt sich nach dem Spiel auch den Fragen der Reporter. Dennoch muss auch vom Ex-Bielefelder im Schlussspurt mehr kommen.

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Bastian Müller: Es hätte sein Spiel werden können… Mit einem fulminanten Fernschuss brachte Bastian Müller die Alemannia früh in Führung. Schon zuletzt traute sich der Mittelfeldspieler mehr in der Offensive zu. Bislang blieb er aber glücklos. In Bonn durfte er seinen ersten Treffer im Alemannia-Trikot feiern. Zeigte sich in der ersten halben Stunde zudem als bissiger Balleroberer und Spielaufbauer. In der zweiten Halbzeit tauchte aber auch der 23-Jährige unter.

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Maciej Zieba: Der offensive Mittelfeldspieler sollte den angeschlagenen Dennis Dowidat ersetzen und scheiterte. Aachens Winterneuzugang war ein Totalausfall und musste nach 71 Minuten vom Feld. Bisher fehlt Zieba, der zwar gegen Düsseldorf II treffen konnte, noch die Bindung zum Spiel. Zeigte viele Probleme – auf zugegeben holprigem Rasen – bei der Ballannahme und verzettelte sich zu oft in seinen Dribblings.

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Viktor Maier: Stets bemüht aber ohne durchschlagenen Erfolg oder klare Aktionen. Maier lechzt nach einem weiteren Torerfolg. Noch immer scheint der Angreifer, der im Winter aus der Bundesliga an die Krefelder Straße wechselte, nicht zu 100 Prozent ins Alemannia-Spiel integriert zu sein. Wirkt oft übermotiviert. Allerdings muss man feststellen: Nach sieben Liga-Spielen kann er schon zwei Tore und drei Vorlagen verbuchen. Damit ist Maier fast an der Hälfte der erzielten Tore in der Rückrunde (zwölf) direkt beteiligt.

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Sahin Dagistan: Der Mittelrheinpokal sollte sein Wettbewerb werden. In der ersten Runde avancierte „Daggi“ durch den Siegtreffer bei seinem Ex-Klub FC Wegberg-Beeck zum Helden. Viel vom Dagistan aus dieser Partie ist derzeit nicht mehr zu sehen. Zeigte sich in der ersten Viertelstunde der Partie in Bonn noch kombinationsfreudig. Danach war allerdings nichts mehr vom 26-Jährigen zu sehen. Wird es schwer haben, in dieser Form in der Regionalliga auch nur auf die Bank zu kommen.

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LINK: Bonn-Trainer Zillken: „Aachen ist der dickste Fisch in der Verlosung“

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