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Alemannia-Streit: Diese Mannschaft verdient den Aufstieg!

Bisher waren Alemannia-Trainer Peter Schubert und Sportdirektor Alexander Klitzpera nicht als streitsüchtige Alphatiere bekannt. Das hat sich innerhalb von nur zwei Tagen geändert. Steht jetzt sogar der Aufstieg auf dem Spiel?

Von Tim Habicht

Eitel Sonnenschein, Aufbruchstimmung und Aufstiegshoffnung. Innerhalb von nur zwei Tagen scheint alles zerstört zu sein. Sinnbildlich dafür ist ein Telefonat, das ich mit meinem Vater führte. „Das Spiel gegen Oberhausen war richtig stark, oder?“, so seine erste Alemannia-Frage im Gespräch nach dem üblichen Small Talk. „Klar. Nur das Tor hat gefehlt“, antwortete ich.

Kurzes Zögern meinerseits. „Aber was jetzt wieder abgeht, ist schon traurig, oder?“, fügte ich hinzu. Dazu muss gesagt sein, dass meine Eltern aus Protest die „Aachener Zeitung“ nach langem Abonnement abbestelt haben. „Wieso? Was meinst du?“, war seine verständliche Frage, denn er war offensichtlich noch nicht über die aktuellen Geschehnisse auf dem Laufenden. Und dann platzte die Bombe.

Seine Niedergeschlagenheit war unmittelbar spür- und hörbar. So wird es vielen Alemannia-Fans seit gestern gegangen sein. Die Frage nach dem Warum stellt sich derzeit wohl jeder Anhänger der Schwarz-Gelben. Auf diese Frage können wohl nur Sportdirektor Alexander Klitzpera und Trainer Peter Schubert adäquat antworten. Der Rest bleibt Spekulation.

Egal, wer von beiden in welchen Punkten Recht hat. Dieses Streitgespräch in die Öffentlichkeit zu tragen, ist einfach völliger Humbug! Nach fast zwei Jahren Neuaufbau in der Regionalliga West ist die Traumblase von der Alemannia, die wieder mit Weitblick und in aller Ruhe arbeitet – ja, auch ich habe das gedacht – geplatzt. Dat is än blievt deä selve Klömpchensklub!

Aber was auch immer diese öffentlich ausgetragene Schlammschlacht für Folgen hat: Die Mannschaft scheint derzeit in dieser Situation das einzige Organ zu sein, das klug und unbeirrt weiterarbeitet. „Wir werden das, wie es sich für ein gutes Team gehört, intern besprechen“, gab uns Peter Hackenberg gegenüber zu Protokoll.

In diesen wenigen Worten steckt Vieles, das man positiv sehen kann. Das Team ist schon seit Saisonbeginn ein großes Wir. Und das Team will sich nicht von der Streitfreudigkeit der Hauptverantwortlichen anstecken lassen, sondern intern eine Lösung finden. Dass die Mannschaft um jeden Preis aufsteigen will, ist klar. Daran können auch derzeit nicht verlängerte Verträge oder offene Beschuldigungen der Chef-Etage untereinander etwas ändern.

Diese Mannschaft, die aktuell auf dem Rasen das Trikot von Alemannia Aachen trägt, verdient einen Aufstieg. Und sie verdient Zuschauer, die sie unterstützen. Nach dieser Schlammschlacht zwischen Peter Schubert und Alexander Klitzpera vielleicht sogar umso mehr.

Ich werde jedenfalls gegen Borussia Mönchengladbach II alles dafür geben, Peter Hackenberg, Dennis Dowidat und Co. lauthals zum Sieg zu schreien. Damit ich beim nächsten Telefonat mit meinem Vater nicht über Streitereien neben dem Feld, sondern über ein geiles Spiel und eine geile Truppe auf dem Rasen sprechen kann. \

LINK: Rafael Garcia: „Ich stand als kleiner Junge im Junior-Block“

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Ein Kommentar zu Alemannia-Streit: Diese Mannschaft verdient den Aufstieg!

  1. Ähm, nur mal so als Hinweis (falls es nicht bekannt sein sollte) Vor dem Spiel gegen die jungen Fohlen geht es noch um den (ebenso) extrem wichtigen Einzug ins FVM-Pokalfinale und um (ebenso) wichtige Punkte beim FC Kray. Ich mein ja nur…;-)

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