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Heimsieg gegen Essen: Alemannia in der Einzelkritik

Nach dem knappen aber überzeugenden 1:0-Heimsieg im Rekordspiel gegen Rot-Weiss Essen, beleuchten wir jeden Alemannia-Spieler in der Einzelkritik. Dabei sticht vor allem die Defensive heraus. Und ein unermüdlicher Wikinger im Angriff.

Von Tim Habicht

Jonas Ermes: Was für ein Debüt von Ermes im Trikot der Alemannia. Der 22-Jährige war der Ersatz für den gesperrten Stammkeeper Frederic Löhe. Und Ermes machte seine Aufgabe mehr als gut! Schon nach drei Minuten hatte er seine große Bewährungsprobe, als er einen Fernschuss-Hammer von Hermes an die Latte lenkte.

Ansonsten hatte der Ex-Bochumer einen erstaunlich ruhigen Arbeitstag. Doch von der ersten Minute an strahlte Jonas Ermes eine unglaubliche Gelassenheit aus. Ganz starker Auftritt!

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Michael Lejan: Zu Beginn der Partie war Lejan der große Schwachpunkt. Gegen den deutlich schnelleren Sven Kreyer hatte der 31-Jährige oft das Nachsehen, wurde zwei-, dreimal ausgespielt und überlaufen.

Doch nach einer halben Stunde fand Lejan besser in die Begegnung, spielte seine Erfahrung aus und absolvierte auf der linken Verteidigerposition ein solides Spiel.

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Peter Hackenberg: Wie schon in der gesamten Hinrunde, ist Hackenberg gemeinsam mit Hoffmann beinahe unüberwindbar in der Aachener Innenverteidigung. Auch gegen Essen: Eine blitzsaubere Partie des 26-Jährigen.

 

Marcus: Hoffmann: Das gilt auch für den zweiten Innenverteidiger. Marcus Hoffmann war – wie Hackenberg – vor allem in den Luftduellen überlegen. Und weil RWE zum Ende der Partie fast ausschließlich mit langen Bällen agierte, glänzte das Duo einmal mehr. Es war das achte Mal, dass die Schwarz-Gelben ohne Gegentor blieben.

Doch Hoffmann verlor nicht nur kaum einen einzigen Zweikampf am Boden und in der Luft. Er dirigierte seine Viererkette und das defensive Mittelfeld auffällig stark in der Abwesenheit von Löhe. Zweifelsfrei ist „Hoffi“ der wichtigste Abwehrspieler der Alemannia. In Essen dürfte er wohl nur noch The Rock heißen.

 

Dominik Ernst: Wie immer lief Ernst seine rechte Seite rauf und runter. Es ist schon erstaunlich, wie viel Ausdauer der gebürtige Gelsenkirchener besitzt. Defensiv war Ernst sehr sicher, offensiv schaltete er sich auch immer wieder mit ein. Diesmal jedoch ohne große Durchschlagskraft.

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Tim Jerat: Essen-Trainer Marc Fascher stellte die Wichtigkeit der Aachener Zentrale in unserem Interview heraus. Er sollte recht behalten. Denn sowohl Demai als auch Jerat hatten das Spiel im Mittelfeld im Griff. Dabei waren beide vorwiegend mit defensiven Aufgaben beschäftigt. Jerat sammelte sich Pluspunkte durch seine gefährlichen Standards – einer davon führte zum entscheidenden 1:0.

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Aimen Demai: Einmal mehr zeigte Alemannia-Trainer Peter Schubert, was für ein Taktikfuchs er ist. Demai wurde als Manndecker für Essen-Spielmacher Benjamin Baier abbestellt. Ein Verlust für das Aachener Offensivspiel? Teilweise schon.

Aber der Schaden, den Demai damit bei RWE anrichtete, war definitiv größer. Die Gäste hatten kaum Ideen und kamen weitestgehend mit hohen Bällen in den Aachener Strafraum.

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Dennis Dowidat: Es war keine Begegnung, für einen technisch versierten Kreativspieler wie Dowidat. Auf schlechtem und holprigem Geläuf rackerte sich der Edeltechniker ab. Zudem ist der 25-Jährige eher nicht für harte Zweikämpfe körperlich gebaut.

Was nicht heißt, dass sich Dowidat nicht auch zu 100 Prozent in jeden Ball geworfen hat. Das tat er nämlich. Hut aber davor! Aber die Spiele, denen unser Zehner den Stempel aufdrücken wird, sind sicherlich andere.

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Kevin Behrens: Torschütze, Dauerläufer, unbändiger Wikinger – Matchwinner. Was Behrens gegen Essen ablieferte, war allererste Sahne. Der große Angreifer agierte als Wandspieler und vorderste Spitze, war immer anspielbar, ging in jeden Zweikampf, lief jedem Ball hinterher und köpfte nach 40 Minuten stark zum Sieg ein.

 

Bastian Müller: Nach einer Viertelstunde holte sich Müller gleich die erste Gelbe Karte der Partie ab – und was für eine! Mit beiden Beinen gestreckt in den Gegner. Danach war Müller durchaus Gelb-Rot-gefährdet. Er riss sich jedoch zusammen und absolvierte eine weitestgehend unauffällige Vorstellung. Immer wieder blitzten jedoch bei Müller starke spielerische Momente auf.

 

Viktor Maier: Der wohl schwächste Alemannia-Spieler gegen Essen. Der Königstransfer im Winter durfte direkt in der ersten Partie nach seiner Verpflichtung sein Debüt im schwarz-gelben Trikot geben – und lässt noch viel Luft nach oben. Man merkte dem Stürmer an, dass er noch nicht lange an der Krefelder Straße spielt und die Automatismen noch nicht greifen.

Positiv war allerdings, dass sich Maier giftig, gallig und zweikampffreudig zeigte. Er ging keinem Duell aus dem Weg. Sein Kopfball nach einer halben Stunde war auch bockstark. Auf Maier dürfen wir uns in Zukunft zweifelsfrei freuen.

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Fabian Graudenz: Nach seiner Einwechslung hatte Graudenz nicht wirklich Zeit, besonders positiv oder negativ aufzufallen.

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